Mercer schließt zweites Quartal mit Verlust ab

Mercer International, Mutterkonzern der beiden deutschen Zellstoffwerke in Stendal und Blankenstein, hat das zweite Quartal 2013 mit einem Verlust von 9,9 Mio € abgeschlossen. Damit haben sich die Verluste gegenüber dem ersten Quartal mit 0,4 Mio € deutlich erhöht. Im zweiten Quartal 2012 hatte Mercer noch einen Gewinn von 1,5 Mio € ausgewisen. Das Ergebnis aus operativer Geschäftstätigkeit (EBITDA) hat sich gegenüber dem ersten Quartal sowie gegenüber dem Vorjahr mit 14 Mio € reduziert. Das EBITDA lag im ersten Quartal noch bei 24,3 Mio € und im Vergleichsquartal des Vorjahres bei 38,3 Mio €. Die Umsätze im Geschäftsbereich Zellstoff liegen dagegen im zweiten Quartal mit 193,7 Mio € über den Umsätzen des ersten Quartals mit 180,1 Mio € über denen des ersten Quartals und über denen des Vergleichsquartal des Vorjahres bei 186 Mio €. Im Bereich Energie und Chemikalien lagen die Umätze mit 16,5 Mio € etwas unter dem ersten Quartal mit 18,2 Mio € und ebenfalls unter dem Vergleichsquartal des Vorjahres mit 18,0 Mio €. Die geringeren Ergebniskennzahlen begründet der Konzern zum einen mit Wartungsstillständen im kanadischen Zellstoffwerk Celgar, die aufgrund von ungünstigen Witterungsverhältnissen sowie technischen Schwierigkeiten mit 15 Tagen vier Tage länger als ursprünglich geplant angedauert hatten. Auch ist das Werk mit einer geringeren Produktivität als geplant wieder angelaufen. Dem Stillstand in Celgar weist Mercer allein 11 Mio € des rückläufigen EBITDA zu. Zum anderen führt Mercer auch die steigenden Holzkosten in Deutschland als Begründung für die schwächeren Ergebniskennzahlen an, die nur teilweise durch niedrigere Einkaufskosten des kanadischen Werks ausgeglichen werden konnten und damit konzernweit rund 6 % über dem Vergleichsquartal des Vorjahres lagen. Zumindest für das Werk in Stendal haben sich Juni auch höhere Logistikkosten aufgrund der Hochwasserschäden an Straßen und Eisenbahnlinien in der Region ergeben. Selbst war das Werk nicht von dem Hochwasser betroffen. Darüber hinaus hatten die im Vergleich zum Vorjahr leicht niedrigeren, von Mercer umgesetzten Zellstoffpreise von 520 €/ADMT sowie das veränderte Wechselkursverhältnisse zwischen Euro- und US-Dollar negative Auswirkungen auf die Kennzahlen.

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