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BioMa stoppt Ende April Einkauf von Energieholz

16.04.2019 − 

Der österreichische Energieversorger BioMa Energie wird den Einkauf von Energieholz bei Waldbesitzern für das Biomassekraftwerk im tschechisch/österreichischen Access Industrial Park in Gmünd/Niederösterreich einstellen und für St. Andrä/Kärnten stark reduzieren. Für das Werk in Gmünd wird ab 30. April kein Energieholz mehr übernommen. Bislang waren für das Holzheizkraftwerk überwiegend im Waldviertel jährlich bis 85.000 fm Energieholz eingekauft worden. BioMa wird das Werk nach dem Auslaufen der Ökostromförderung am 30. Juni nur noch für die Fernwärmeproduktion betreiben. Zumindest während der Sommermonate wird BioMa hierfür aber Heizöl einsetzen. In den vergangenen Jahren waren in dem Werk Gmünd zwischen 38.604 MWh (2016) und 43.846 MWh (2012) MWh Strom und zwischen 15.848 MWh (2014) und 17.875 MWh (2017) Wärme produziert worden. Im vergangenen Jahr waren es 40.655 MWh Strom und 17.256 MWh Wärme.

Wenige Tage vor dem Einkaufsstopp für das Werk Gmünd hat BioMa angekündigt, dass das Kärntner Werk St. Andrä von der Schließung bedroht ist. Das Holzheizkraftwerk wird nach 13 Jahren Betriebszeit am 27. April die Turbine für die Stromproduktion abstellen. Für die ähnlich wie in Gmünd aufgrund von Lieferverpflichtungen vorgesehene Fortführung der Wärmeproduktion werden allerdings nur noch geringe Energieholzmengen von Umfang von 10 % des bisherigen Bedarfs benötigt. In den vergangenen Jahren waren in dem Werk St. Andrä zwischen 38.749 MWh (2012) und 42.287 MWh (2016) MWh Strom und zwischen 19.067 MWh (2014) und 22.941 MWh (2018) Wärme produziert worden. Die Stromproduktion lag 2018 bei 41.603 MWh. Die Stromproduktion ist damit mit Gmünd vergleichbar, während in St. Andrä etwas mehr Wärme produziert wird.

Als Grund für die Einstellung der Stromproduktion nennt BioMa eine fehlende Anschlussvereinbarung oder Übergangsregelung bei der geförderten Stromeinspeisevergütung. Beide Werke sind am Ende ihrer Förderperiode angelangt. Durch das derzeit im parlamentarischen Verfahren befindliche Biomasse-Grundsatzgesetz wird sich für die beiden Werke ebenfalls kein Nachfolgetarif ergeben, da die Vorgabe eines Brennstoffnutzungsgrads von 60 % über das gesamte Jahr von beiden Werken nicht erreicht wird.

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