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Hessen-Forst gibt gemeinsamen Holzverkauf auf

13.07.2018 − 

Hessen-Forst wird ab 1. Januar 2019 kein Rundholz mehr aus dem Privatwald und Körperschaftswald mit über 100 ha Waldbesitz verkaufen. Dies geht aus einem Schreiben des zuständigen Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz von Anfang Juli an von Hessen-Forst beförsterte und vertraglich betreute Forstbetriebe des Körperschafts- und Privatwalds mit einer Holzbodenfläche von über 100 ha hervor. Die 100 ha-Grenze wird allerdings nur vorübergehend aus dem zwischenzeitlich durch das Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) am 12. Juni gestoppten Kartellverfahrens in Baden-Württemberg übernommen. Über eine genauere Hektargrenze, die auf die forstlichen Verhältnisse in Hessen, wie beispielsweise einem im Vergleich zu Baden-Württemberg höheren Laubholzanteil abgestimmt ist, verhandelt das Ministerium derzeit noch mit dem Bundeskartellamt. Eine Ausnahme wird es voraussichtlich für die besonders in Nordhessen verbreiteten, rund 370 Gemeinschaftswälder (Markwälder, Interessentenwälder, Hauberggenossenschaften) geben. Für diese altrechtliche Eigentümergemeinschaften, bei denen der einzelne Waldbesitzer nur ideelle Anteil hält, wird Hessen-Forst im Sinne des Arbeitgemeinschaftsgedankens, weiterhin die Holzvermarktung übernehmen.

Der Landesforstbetrieb wird für Privat- und Kommunalwaldbesitzer aller Größenklassen aber weiterhin Dienstleistungen anbieten. Hierzu zählen auch dem Holzverkauf vor- und nachgelagerte Tätigkeiten wie die forsttechnische Leitung, die Umsetzung von Holzerntemaßnahmen oder die Rechnungsstellung. Offensichtlich rückt das Bundeskartellamt von dem in dem Untersagungsbeschluss zur gemeinsamen Rundholzvermarktung in Baden-Württemberg weit gefassten Begriff zu Holzvermarktung ab.

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