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Vorschläge zur Anpassung von Wald/Holz an Klimafolgen

28.08.2019 − 

Auch der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) hat im Vorfeld des morgigen Verbändegesprächs im Bundeslandwirtschaftsministerium Vorschläge für Maßnahmen zur Anpassung der Forstwirtschaft und der Holzindustrie an die Folgen des Klimawandels vorgestellt. Nach Auffassung des DeSH sind dabei neben Maßnahmen zur kurzfristigen Krisenbewältigung eine mittel- und langfristige Strategie zur Stabilisierung des Clusters Forst und Holz sowie zur Anpassung an den Klimawandel zwingend notwendig.

Unter den kurzfristigen Maßnahmen führt der Verband unter anderem eine unbürokratische finanzielle Förderungen für Waldbesitzer auf, um neben der Aufarbeitung der Schäden auch eine Wiederbewaldung der Schadflächen durch neue Bäume sowie eine kontinuierli-che Waldpflege sicherzustellen.

Die Wiederinstandsetzung forstlicher Wege, eine Erhöhung des zulässigen Gesamtgewichts für Holz-Lkw’s auf 44 t, eine Aus-setzung der Mautpflicht für den Rohholztransport und die Aufhebung des Kabotage- sowie des Sonn- und Feiertagsfahrverbotes sowie die Reaktivierung und der Ausbau von Bahnkapazitäten sind neben der Förderung von Zwischenlagern für das Schadholz weitere Punkte, die es gilt, kurzfristig umzusetzen. Mit Blick auf die Laubholz verarbeitenden Betriebe mahnt der DeSH zudem eine verlässliche und kontinuierliche Belieferung mit frischem Laubrundholz an.

Zu den mittelfristigen Maßnahmen gehören laut DeSH eine finanzielle Förderung von Schutzmaßnahmen gegen Waldbrände und die Einrichtung eines dauerhaften Informations- und Monitoringsystems zur Erfassung von Walddaten und -schäden im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK).

Als langfristige Maßnahmen sieht der Verband die steuerliche Unterstützung eines klimagerechten Waldumbaus und die damit verbundene Erweiterung auf bisher ungeförderte Kulturen als ein zentrales Instrument an. In diesem Zusammenhang sollte auch die F&E-Maßnahmen und die Zusammenarbeit mit Baumschulen ausgebaut werden.

Die Einrichtung eines „Klimafonds Wald und Holz“ würde sowohl der Forstwirtschaft als auch der Holzindustrie Möglichkeiten geben, bedarfsgerecht finanzielle Unterstützung zu erhalten. Aus Sicht des DeSH stellt ein solcher Fonds auch ein geeignetes Instrument dar, um Innovationen in Forschung und Entwicklung oder auch bei neuen Verwendungsmöglichkeiten von Holzprodukten voranzutreiben.

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