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Niedrigwasser erschwert zunehmend Holzexporte


(Foto: GTC)
22.11.2018 − 

Das anhaltende Niedrigwasser auf dem Rhein und seinen schiffbaren Nebenflüssen behindert immer stärker den Containertransport und damit auch den Holzexport. Nach Angaben von Speditionen sind dabei besonders die Ausfuhren von Laubrundholz aus Regionen entlang des Rheins in Südwestdeutschland betroffen. Von dort können Container nicht zu wirtschaftlich vertretbaren Kosten per LKW entweder in Westhäfen in Frankreich, Belgien und den Niederlanden oder in deutsche Nordseehäfen wie Hamburg transportiert werden. Der Transport per Bahn ist ebenfalls nur sehr eingeschränkt möglich, da Ganzzüge aufgrund des Gewichts von Laubrundholz nur mit einer geringeren Anzahl von Containern beladen werden können. Dementsprechend wird der Transport vor allem von größerer Partien von mit Rundholz beladenen Containern von den Eisenbahnverkehrsunternehmen häufig abgelehnt.

Der Transport von mit Käferholz für den Export nach China beladenen Containern ist von dem Niedrigwasser und der eingeschränkten Binnenschifffahrt etwas weniger stark als Laubrundholz betroffen. Durch das niedrigere Gewicht der nach dem Borkenkäferbefall abgestorbenen Fichten ist der alternative Bahntransport in größerem Umfang als beim Laubholz möglich. Darüber hinaus erfolgt ein großer Teil der Containerverladungen derzeit in den von Sturm „Friederike“ betroffenen Gebieten, in denen neben der Bahn auch mit LKW in die Nord- und Westhäfen transportiert werden kann. Zudem können in diesen Gebieten auch Kanäle für die Verschiffung genutzt werden, auf denen der Schiffsverkehr deutlich weniger beeinträchtigt ist. Nichtsdestotrotz berichten aber auch im Käferholzexport nach China tätige Rundholzhandelsunternehmen von Regionen wie beispielsweise Nordbayern, in den derzeit kaum Mengen für den Transport in Seehäfen verladen werden können und stattdessen zwischengelagert werden müssen.

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