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Metsä Fibre prüft Umbau des Zellstoffwerks Kemi

07.05.2018 − 

Die zur finnischen Metsä Group gehörende Metsä Fibre hat Anfang Mai eine Machbarkeitsstudie für den Umbau des bestehenden Zellstoffwerks Kemi in Auftrag gegeben. Dabei sollen zwei Varianten untersucht werden. Zum einen ein kompletter Umbau des bestehenden Zellstoffwerks in eine Bioraffinerie. Gegenüber dem heutigen Zellstoffwerk in Kemi hätte das umgebaute Werk eine deutlich höhere Produktionskapazität und einen höheren Holzbedarf. Zum anderen wird mit der Machbarkeitsstudie als Alternative die Modernisierung des Zellstoffwerks geprüft. Das Produktionsprogramm, die Kapazität und der Holzbedarf würden in der zweiten Variante nahezu unverändert bleiben.

In der Machbarkeitsstudie, die bis Sommer 2019 vorliegen soll, werden besonders Fragen zur Holzversorgung, der Logistik und der industriellen Infrastruktur in Kemi untersucht. Die Untersuchungen werden von Timo Merikallio geleitet, der auch die Planungen und den Umbau des Metsä Fibre-Werks Äänekoski zu einem Zellstoffwerk mit angeschlossener Bioraffinerie geleitet hat. Der Machbarkeitsstudie würden im Sommer 2019 die entsprechenden Umweltverträglichkeitsprüfungen und -genehmigungsverfahren folgen.

In der Region Kemi gibt es allerdings seit längerem bereits Pläne zum Bau einer Bioraffnierie, in der aus Holz Treibstoff hergestellt werden soll. 2014 hat Kaidi Finland, ein Tochterunternehmen der chinesischen Sunshine Kaidi Energy Group, die ein ursprünglich von der Metsä Group und Vapo begonnenes Projekt zum Bau einer Bioraffinerie in der Region Kemi wieder aufgenommen. Trotz der im Juli 2016 von der EU Kommission Kaidi Finland zugesagten Fördermittel sowie der vor wenigen Tagen erteilten umweltrechtlichen Genehmigungen gibt es an der Umsetzung immer wieder Zweifel.

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