|  
Sonstiges» weitere Meldungen

Insolvente B+S Holz und Energie wird weitergeführt

07.05.2020 − 

Nach der Insolvenzeröffnung am 5. Mai über die auf dem Geländes des ehemaligen Parkettwerks in Bodelshausen ansässige B+S Holz und Energie wird der Geschäftsbetrieb weitergeführt. Das zuständige Amtsgericht Stuttgart hat Dr. Axel Kulas von der gleichnamigen Stuttgarter Kanzlei als Insolvenzverwalter bestätigt.

Nach dem Eigenantrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens am 9. März konnte Kulas mit Unterstützung des Hauptgesellschafters von B+S Holz und Energie die Finanzierung der Reparatur des bei Orkan „Sabine“ im Februar stark beschädigten Kamins des Holzheizkraftwerks sicherstellen. Die Reparatur wurde Anfang April abgeschlossen, sodass sowohl das Holzheizkraftwerk als auch die davon abhängige Holz- und Rindenbrikettproduktion und die Holztrocknung wieder anlaufen konnten. Während für die Holzbriketts beim Wiederanfahren der Produktion ein hoher Auftragsbestand vorhanden war, der nun abgearbeitet wird, konnten die Kammern für die Schnittholz- und Palettentrocknung nur eingeschränkt ausgelastet werden. In diesem Bereich hat B+S Holz und Energie aufgrund der Corona-Krise Aufträge verloren.

Insolvenzverwalter Kulas will den Geschäftsbetrieb dauerhaft mit Hilfe eines Insolvenzplans absichern. Parallel dazu zeigt er sich aber auch weiterhin für eine übertragende Sanierung mit Hilfe eines Investors offen.

Bei B+S Holz und Energie sind unverändert acht Mitarbeiter beschäftigt. Das mit einer Gegendruck-Dampfturbine ausgestattete Holzheizkraftwerk hat eine Spitzenleistung von 1,7 MW elektrisch und 6 MW thermisch. Für die Strom- und Wärmeproduktion werden jährlich rund 20.000 t atro Holz benötigt. Die vier Trockenkammern haben Volumina zwischen 10 m³ und 350 m³. Die Kapazität der seit 2006 bestehenden Brikettproduktion liegt bei 14.000 t/Jahr.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − VDMA stellt Produktionsprognose für 2020 in Frage

Verdacht auf Brandstiftung in Holzkraftwerk  − vor