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Homag legt Werk Hemmoor still und baut 350 Stellen ab

06.11.2019 − 

Mit der Vorlage des Neunmonatsberichts hat die Dürr Group heute für die Division „Woodworking Machinery and Systems“ mehrere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung angekündigt. Die Produktion an dem der Homag Automation GmbH zugeordneten Standort Hemmoor wird zum 31. Dezember 2020 stillgelegt. Das bislang dort abgedeckte Produktionsprogramm soll künftig an andere Standorte in Deutschland und Polen verlagert werden. Mit der Produktionseinstellung werden von den aktuell 200 Arbeitsplätzen in Hemmoor rund 150 abgebaut. Das Geschäftsfeld „Automation“ wird mit der auf das Anlagengeschäft ausgerichteten Business Unit „Systems“ zusammengelegt.

Insgesamt sollen an den deutschen Homag-Standorten bis zum kommenden Jahr rund 350 von insgesamt 4.100 Stellen abgebaut werden. Mit diesem Stellenabbau reagiert die Homag Group nach eigener Aussage auf die durch die konjunkturelle Abschwächung der letzten Monate entstandenen strukturellen Überkapazitäten in Deutschland, die durch den an verschiedenen Auslandsstandorten vorgenommenen Kapazitätsausbau noch verstärkt wurden. Die geplanten Maßnahmen werden zu Einmalaufwendungen in Höhe von insgesamt rund 40 Mio € führen, von denen rund 37 Mio € bereits im laufenden Jahr anfallen werden. Im Gegenzug sollen die Maßnahmen spätestens ab dem Jahr 2021 jährliche Einsparungen in einer Größenordnung von rund 15 Mio € bringen.

Zusätzlich zu den Einmalaufwendungen für die Homag-Restrukturierung wird die Ergebnisentwicklung der Dürr Group im laufenden Jahr auch durch eine für einen laufenden Rechtsstreit gebildete außerordentliche Wertberichtigung in Höhe von 6 Mio € belastet. Vor diesem Hintergrund hat die Dürr Group die Prognose für das EBIT nach Sondereffekten angepasst. Die EBIT-Marge soll in einer Spanne von 4,4-4,9 % liegen; bislang war das Unternehmen von 5,5-6,0 % ausgegangen. Das Ergebnis nach Steuern, das nach der bisherigen Planung 145-160 Mio € erreichen sollte, wird voraussichtlich nur bei 115-130 Mio € liegen. Die Prognosen für Auftragseingang (3,8-4,1 Mrd €), Umsatz (3,9-4,1 Mrd €) und EBIT vor Sondereffekten (6,0-6,5 %) werden dagegen beibehalten.

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