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HDH und IG Metall: Keine Einigung in Tarifgesprächen

20.07.2020 − 

Die von der Arbeitgeberseite gewünschte Streichung der in der letzten Tarifrunde für Anfang 2021 vereinbarten Tariferhöhung von 1,8 % wird von der IG Metall abgelehnt. Die Gewerkschaft hat daher ein am vergangenen Mittwoch mit Arbeitgebervertretern aus der Holz- und Kunststoffindustrie geführtes Tarifgespräch ohne Ergebnis abgebrochen.

In einer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme hat Stefan Schaumburg, der als Leiter des Funktionsbereichs Tarifpolitik bei der IG Metall an dem Gespräch beteiligt war, nochmals bekräftigt, dass die Gewerkschaft zu Verhandlungen über eine Krisenbewältigung und Beschäftigungssicherung grundsätzlich bereit ist. Eine pauschale Kürzung bereits vereinbarter tariflicher Leistungen wird allerdings abgelehnt. Die IG Metall begründet ihre Ablehnung damit, dass zahlreiche Beschäftigte aufgrund der wegen der Corona-Krise eingeführten Kurzarbeit bereits Entgeltverluste von bis zu 40 % hinnehmen müssten. Darüber hinaus seien die einzelnen Unternehmen in unterschiedlich starkem Umfang von der Corona-Krise betroffen. Die IG Metall will die Gespräche über eine Krisenbewältigung daher auf solche Unternehmen beschränken, die tatsächlich in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind.

HDH-Hauptgeschäftsführer Denny Ohnesorge hat die Forderungen der Holz- und Kunststoffindustrie in einer bereits am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung damit begründet, dass die Holzindustrie für das Jahr 2021 aus heutiger Sicht mit einem Umsatzrückgang von 5-10 % rechnen müsse. Er wies zudem darauf hin, dass der bislang noch besser laufende Bau und der baunahe Bereich mit zeitlicher Verzögerung wohl ebenfalls von dem Abwärtstrend erfasst werden. Daher müssten alle Möglichkeiten für liquiditätssichernde Maßnahmen genutzt werden.

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