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Winter hatte kaum Auswirkungen auf Borkenkäfer

08.03.2019 − 

Die Witterung im Winterhalbjahr 2018/2019 hatte laut aktuellen Ergebnissen eines Forschungsprojektes keine nennenswerten Auswirkungen auf die derzeit sehr hohe Borkenkäfer-Population. Gestern stellte Dr. Mathias Niesar, Leiter des Waldschutzmanagements im Landesbetrieb Wald und Holz NRW, erste Ergebnisse eines im Herbst 2018 gestarteten Forschungsprojekts vor. Demnach hat sich die Ausgangspopulation über das Winterhalbjahr nur um etwa 9 % verringert. Hoffnungen, wonach eine feucht-kühle Witterung zu einer größeren Bestandsreduzierung beitragen könnte, haben sich damit nicht erfüllt. Nach der Massenvermehrung 2018 startet das laufende Jahr entsprechend mit einer sehr hohen Ausgangspopulation an Borkenkäfern.

Ausgehend von einem normalen Witterungsverlauf bleiben nur noch etwa vier Wochen, bis mit dem Beginn des ersten Borkenkäfer-Schwärmflugs zu rechnen sein wird. Niesar appelierte an Waldbesitzer, die verbleibende Zeit zu nutzen, um noch möglichst viele vom Borkenkäfer befallene Fichten einzuschlagen und aus dem Wald zu entfernen. Fichten ohne Nadeln und ohne Rinde stellen dagegen kein Forstschutzrisiko mehr dar und können bis auf Weiteres in den Beständen belassen werden.

Laut Wald und Holz NRW seit Ende Oktober bis heute landesweit bereits etwa 2,1 Mio fm Käferholz aufgearbeitet worden.

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