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Schweizer Holzmarktkommissionen haben sich aufgelöst

19.10.2020 − 

Die mit Vertretern der Schweizer Forstwirtschaft und Holzindustrie besetzte Holzmarktkommission (HMK) hat sich aufgelöst. Auch die regionalen Kommissionen und Gesprächskreise zur Beurteilung des Holzmarktes werden nicht mehr in der gewohnten Form ausgerichtet werden. Der Zentralvorstand der Waldeigentümerverbands WaldSchweiz. WaldSchweiz hat zuvor am 2. Juli beschlossen, keine HMK-Sitzungen mehr zu organisieren oder an einer der Sitzungen teilzunehmen. Aus dem Beschluss für die nationale Kommission leiten sich nach Angaben von Holzmarkt Ostschweiz auch die Entscheidungen für die regionalen Gremien ab. Die Auflösung der HMK wurde der Schweizer Wettbewerbskommission (WEKO) am 8. September mitgeteilt.

Der Entscheidung zur Auflösung sind Prüfungen der WEKO vorangegangen. Im Herbst 2019 hatte die WEKO eine Untersuchung zu den Arbeitsweisen eingeleitet und die Teilnehmer befragt. Aus Sicht der WEKO gab es den Verdacht, dass es bei den Treffen zwischen Vertretern der Forstwirtschaft und der Holzindustrie zu unzulässigen Preis- sowie Mengenabsprachen und damit zu Verstößen gegen das Kartellrecht kommt. Die beiden größten Mitgliedsverbände der HMK, WaldSchweiz und Holzindustrie Schweiz, haben daraufhin der WEKO ein Konzept vorgelegt und seit Januar auf die Bekanntgabe von Rundholzpreisempfehlungen verzichtet. In einem Antwortschreiben vom 23. Juni hat die WEKO aber weiterhin kartellrechtliche Bedenken an der Veröffentlichung von Marktempfehlungen und zeitnahen Preisstatistiken geäußert.

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