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Höhepunkt der Einschlagsreduktion überschritten


(Foto: MSB)
09.08.2018 − 

In Schweden wird davon ausgegangen, dass der Höhepunkt der durch die Waldbrandgefahr bedingten Einschlagreduktion überschritten ist. Dementsprechend wird erwartet, dass die besonders in schwedischen Zellstoffwerken auf Tiefstände abgesunkenen Holzlager in den kommenden Wochen wieder langsam aufgebaut werden können. Nach Einschätzung von Torbjörn Johnsen, Geschäftsführer der schwedischen Internetplattform für Forstunternehmer Skogsforum, können in den meisten Waldgebieten ab der kommenden Woche wieder Holzernte- und Rückarbeiten durchgeführt werden. Johnsen geht davon aus, dass ein großer Teil der Forstmaschinen in den kommenden Monaten mit verlängerten Schichten oder soweit es die Personalsituation zulässt auch im Mehrschichtbetrieb arbeiten wird. Da die Holzernte in fast ganz Schweden aufgrund der trockenen Witterung und der damit verbundenen Waldbrandgefahr aber bereits im Mai gedrosselt und bis zum Höhepunkt der Waldbrandgefahr Ende Juli immer weiter reduziert werden musste, wird es besonders in den Zellstoffwerken bis in den Herbst hinein dauern, um die Lagerbestände wieder in einem spürbaren Umfang aufstocken zu können. Erschwerend kommt aber für die Zellstoffindustrie zum einen hinzu, dass das Södra-Zellstoffwerk Värö seit Herbst 2016 nach Abschluss der Kapazitätserweiterung um fast 65 % auf 700.000 t und das SCA Zellstoffwerk Östrand mit einer Verdoppelung auf 900.000 t seit Juni 2018 dementsprechend höher Holzverbräuche haben. Zum anderen können die Zellstoff- anders als Sägewerke aber auch nicht das auf den Waldbrandflächen eingeschlagene, angebrannte Holz verarbeiten. Auch Hackschnitzel von mittelschwedischen Sägewerken, die bereits angekündigt haben, das Waldbrandholz einschneiden zu wollen, können in den meisten Werken nicht für die Zellstoffproduktion verwendet werden.

Trotz der sich voraussichtlich ab kommender Woche wieder belebten Geschäftstätigkeit wird in Schweden damit gerechnet, dass infolge der Betriebsunterbrechungen aufgrund der Waldbrandgefahr Forstunternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten werden. In einigen Regionen war die Holzernte fast zwei Monate ausgesetzt. In den Fällen, in denen Holzerntemaßnahmen mit speziellen Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt wurde, ist für schwedische Forstunternehmer ein höherer Aufwand entstanden. Hierzu zählen Kontrollgänge im Nachgang von Holzerntemaßnahmen oder die teureren Nachteinsätze.

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