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Schadholzprognose 2020 steigt auf knapp 73 Mio fm

19.08.2020 − 

Die von den Bundesländern im Frühjahr abgegebenen Prognosen für das voraussichtliche Schadholzaufkommen im Jahr 2020 muss laut einer aktuellen Umfrage des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Berlin, deutlich nach oben korrigiert werden.

Statt der im Februar geschätzten 56,622 Mio fm ergibt die zum Stichtag 31. Juni aktualisierte Prognose für das laufende Jahr ein potenzielles Schadholzaufkommen in Höhe von bundesweit 72,827 Mio fm. Die Steigerung um knapp 29 % gegenüber den Zahlen von Februar resultiert unter anderem aus den vor allem in Süddeutschland deutlich unterschätzen Schäden, die der Spätwintersturm „Sabine“ mehrheitlich in Form von Einzel- und Nesterwürfen verursacht hat. Darüber hinaus hat sich die Borkenkäfersituation in einigen Bundesländern, so etwa in Nordrhein-Westfalen oder auch in Thüringen, eher noch weiter verschärft.

Die durch biotische und abiotische Ursachen in den Jahren 2018 bis einschließlich 2020 geschädigte Waldfläche hat sich ebenfalls weiter vergrößert. In Summe ergibt sich nach den aktuellen Zahlen eine zur Wiederbewaldung anstehende Gesamtfläche von bundesweit etwa 285.000 ha, dies sind rund 40.000 ha bzw. rund 16 % mehr als im Februar ermittelt wurde. Unklar ist in diesem Zusammenhang, wie viele Hektar in den vergangenen Jahren davon bereits aufgeforstet wurden und welche Kulturfläche trotz der Trockenheit bereits als gesichert eingestuft werden kann.

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