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Sachsen rechnet mit 500.000 fm Sturmholz

14.03.2019 − 

Nach Sturmtief „Eberhard“ am vergangenen Sonntag wird in Sachsen die bisherige Schätzung von 300.000 fm auf 500.000 fm nach oben korrigiert. Ein Teil des Sturmholzes könnte dabei auch durch die Sturmtiefs „Bennet“ am Monatsbeginn und „Dragi“ am vergangenen Samstag verursacht sein. Diese Mengenschätzung wurde sowohl von Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt gestern im Vorfeld der Unterrichtung des Landtags zum Waldzustandsbericht 2018 als auch von Sachsenforst-Geschäftsführer Utz Hempfling auf dem derzeit in Berlin laufenden Sägewerkskongress genannt. Nach Angaben des Ministeriums werden Schäden aus nahezu allen Landesteilen gemeldet, ein Schwerpunkt ergibt sich aber für die Mitte des Landes. Ähnlich wie in Nordrhein-Westfalen und Hessen ergibt sich auch in Sachsen zumindest örtlich ein Schadensausmaß, das mit den Schäden nach Sturm „Friederike“ am 18. Januar 2018 vergleichbar ist.

Zusammen mit rund 200.000 fm Schneebruch summieren sich die Kalamitätsholzmengen in Sachsen im laufenden Jahr bereits auf rund 0,7 Mio fm. Seit Herbst 2017 sind in Sachsen 4 Mio fm Schadholz angefallen.

Durch das Sturm- und Schneebruchholz verstärkt sich in Sachsens Wäldern die Gefahr durch weiteren Borkenkäferbefall. Bereits vor den jüngsten Sturmereignissen wurden für Sachsen bis Mitte 2020 je nach Witterungsverlauf 200.000-700.000 fm Käferholz prognostiziert.

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