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Niedersachsen: Mittlerweile rund 3,9 Mio fm Schadholz

10.10.2018 − 

Laut aktuellen Angaben des Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz haben die Herbststürme „Xavier“ und „Herwart“ rund 700.000 fm Sturmholz verursacht, bisher veröffentlichte Zahlen lagen bei lediglich 250.000 fm. Auch der Schaden, der durch Wintersturm „Friederike“ vor allem im Solling, Harz und Weser-Leinebergland sowie im Osnabrücker Hügelland entstanden ist, wurde von bislang 2,2 Mio auf jetzt 2,5 Mio fm erhöht. Vorsichtige Schätzungen zu den Borkenkäferschäden liegen nach Meldung aus den Forstrevieren derzeit bei rund einem Drittel des regulären Jahreseinschlages der Baumart Fichte, was rund 700.000 fm Käferholz entspricht. Zusammen mit den Windwürfen summiert sich damit die in Niedersachsen in den vergangenen zwölf Monaten angefallene Schadholzmenge auf mittlerweile rund 3,9 Mio fm.

Angesichts der hohen Schäden traf sich gestern Niedersachsens Forstministerin Barbara Otte-Kinast mit Verbänden und Institutionen, um über die Folgen der Herbst- und Winterstürme 2017/2018 und der aktuellen Borkenkäferkalamität zu diskutieren sowie Maßnahmen zu erörtern. Unter den Teilnehmern waren unter anderem Vertreter des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen, der Niedersächsischen Landesforsten, der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und der deutsche Sägeindustrie.

Otte-Kinast plädierte darauf, die Wälder in neue standortgerechte, klimaangepasste und strukturreiche Bestände zu überführen. Aus der Niedersächsischen Förderrichtlinie wird unter anderem die Wiederaufforstung zerstörter Waldflächen finanziell unterstützt. Insgesamt stehen 2019 für alle forstlichen Fördermaßnahmen 11,5 Mio € zur Verfügung. Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt unterstützt die Waldbesitzer zudem bei der Bewältigung von Forstschutzproblemen. Darüber hinaus hat das Land Niedersachsen beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Vorschläge zur Erweiterung neuer GAK Fördergrundsätze vorgelegt, um die Forstwirtschaft stärker als bisher bei Maßnahmen des Waldumbaus finanziell zu unterstützen. Eine Ende September einberufene Bund-Länder-Arbeitsgruppe will sich mit den einzelnen Vorschlägen der Länder auseinandersetzen und zeitnah Ergebnisse vorlegen.

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