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Nadelstammholzmarkt in Österreich ist völlig überlastet

15.05.2018 − 

Ein hoher Wintereinschlag sowie deutlich gestiegene Importe haben den Nadelstammholzmarkt in Österreich bis Mitte Mai zum Kippen gebracht. Laut dem aktuellen Holzmarktbericht der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Österreichs (LWK) sind die Rundholzlager der Sägewerke bereits jetzt übervoll, vertraglich ungebundene Stammholzmengen sind derzeit nicht mehr absetzbar. Zum Teil wird auch frisches, vom Käfer befallenes und bereits aufgearbeitetes Holz auf laufende Vorverträge nicht mehr übernommen. Zum Teil wurden Mengen bereits in den Herbst verschoben. Von der Bereitstellungsmeldung bis zur Abfuhr können demnach mehrere Wochen vergehen.

Das Krisenmanagement in den Borkenkäfergebieten ist derzeit darum bemüht mit Abnehmern aus der Sägeindustrie Nass- und Trockenlager anzulegen und die derzeit nicht abfahrbaren Stammholzmengen forstschutztechnisch zu behandeln.

Aufgrund der Trockenheit der vergangenen Jahre ist die Vitalität der Wälder stark geschwächt. Zusätzlich haben die überdurchschnittlich hohen Temperaturen im Vorjahr sowie im laufenden Jahr zu einer Massenvermehrung der Borkenkäfer geführt. Von diesen beiden Faktoren sind in Österreich vor allem das Wald- und Mühlviertel, aber auch das angrenzende Bayern sowie Tschechien betroffen.

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