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Geschäftstätigkeit am Rundholzmarkt verlangsamt sich

03.04.2020 − 

Waldbesitzer aus den Fichtenregionen Süd- und Westdeutschlands haben in den vergangenen zwei Wochen eine allmähliche Verlangsamung der Geschäftstätigkeit auf den Märkten für sägefähiges Nadelstammholz verzeichnet. Aufgrund erster, bereits erfolgter oder für die kommenden Wochen geplanter Produktionskürzungen haben verschiedene Sägewerke damit begonnen, ihre Rundholzübernahmen an die geänderte Produktionsplanung anzupassen.

Nach wie vor sind die Unterschiede zwischen den Verarbeitern allerdings sehr hoch. Nach Angaben von Waldbesitzern wickelt derzeit noch die Mehrzahl der Verarbeiter ihre laufenden Vorverträge im Rahmen der vereinbarten Mengen ab. In einigen Fällen sind Verarbeiter aber bereits an Waldbesitzer mit dem Wunsch herangetreten, die in Vorverträgen vereinbarten Liefermengen auf einen längeren Zeitraum zu strecken, in Einzelfällen wurde auch eine Vertragsstornierung ins Gespräch gebracht. Insbesondere Landesbetriebe sehen sich allein schon wegen den Restriktionen durch die jeweiligen Landeshaushaltsordnungen kaum in der Lage, die Verträge über einen längeren Zeitraum hinweg zu strecken, Stornierungen sind ohnehin nicht möglich. Einzelne Landesbetriebe haben Kunden die Möglichkeit angeboten, für aktuell nicht abgenommene Rundholzmengen Zwischenlager anzulegen und ihre Unteren Forstbehörden bzw. Forstämter angewiesen, Optionen für die Anlage solcher Lager zu prüfen. In verschiedenen Regionen Süd- und Westdeutschlands wurden sowohl im Staats- als auch im Privatwald im Laufe der vergangenen Wochen Nasslagerplätze mit Kapazitäten von jeweils über 10.000 fm aktiviert und auch bereits mit der Zufuhr in die Lager begonnen.

Ein Frischholzeinschlag findet bei Fichte/Kiefer auch im Süden/Westen derzeit nicht mehr statt. Insbesondere im Süden konzentrieren sich Waldbesitzer mittlerweile auf die Aufarbeitung der im Februar vor allem durch Sturm „Sabine“ sowie weiterer Sturmereignisse angefallenen Schadholzmengen.

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