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BaySF optimiert Rundholzlogistik mit Trailer-Flotte

12.07.2019 − 

In den kommenden Wochen wollen die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) die Inbetriebnahme von 30 Trailern für den Rundholztransport abschließen. Die Aufträge zur Lieferung der dreiachsigen Rungen-Sattelanhänger mit einer 80 km/h-Zulassung und der dazugehörigen Einachsuntersetzachsen (Dolly-Achsen) zum Transport der Sattelauflieger mit einer 60 km/h-Zulassung war nach einer europaweiten Ausschreibung am 26. März an das Fahrzeugbauunternehmen Schwarzmüller Deutschland vergeben worden.

Das Trailersystem ist Teil der Forstschutz- und Rundholzlagerkonzeptes der BaySF. Mit der eigenen Trailerflotte greifen die BaySF die Idee einer direkten Verladung des Rundholzes vom Forwarder auf im Wald bereitgestellte Straßenfahrzeuge aus den 2000er Jahr wieder auf. Gegenüber den damaligen Verfahren weist das unter der Leitung von Martin Müller, Leiter Logistik der BaySF, entwickelte und gestern auf dem Sommerfest der BaySF in Regensburg vom Vorstandsvorsitzenden Martin Neumeyer vorgestellte Konzept deutliche Änderungen auf. So dienen die Trailer in erster Linie dem schnellen Transport von Rundholz in die zwischenzeitlich bayernweit vorhandenen Nasslager der BaySF. Als Zugfahrzeuge kommen Traktoren von landwirtschaftlichen Lohnunternehmern und nicht mehr Straßen-LKW von Speditionen zum Einsatz. Die maximale Transportentfernung der aus Traktor, Dolly und Sattelanhänger bestehenden Gespanne wird bei unter 50 km liegen.

Mit Hilfe der Traktoren als Zugmaschine und der Dolly-Achsen können die Sattelanhänger für die Direktbeladung deutlich näher am Hiebsort platziert werden. Bei den Verfahren der 2000er Jahre konnten die Straßen-LKW, die häufig über keinen Allradantrieb verfügten, die Trailer meistens nur bis zu zentralen Plätzen transportieren. Dementsprechend hatten sich vergleichsweise weite Fahrstrecken für die Forwarder ergeben. Versuche, die Trailer mit modifizierten Forwardern näher an den Hiebsort zu transportieren, hatten sich als zu kostenintensiv erwiesen. Durch die Dolly-Achsen stehen die nun von den BaySF eingesetzten Trailer auch auf Waldwegen stabil. Bei den Sattelanhängern vor 20 Jahren, die im Wald auf den Sattelstützen abgestellt wurden, war es immer wieder zu Schwierigkeiten gekommen.

Vor seinem Wechsel zu den BaySF 2006 hatte Müller als Geschäftsführer des Rundholzhandels- und Forstunternehmens Holz Reiter umfangreiche Erfahrungen mit dem Einsatz von Trailern gesammelt. Nach ersten Versuchen 1999 mit der damaligen bayerischen Staatsforstverwaltung waren in der Spitze bis zu neun Trailer und fünf LKW eingesetzt worden. Mit diesen hatte Holz Reiter Rundholz vor allem aus den süddeutschen Einschlagsgebieten zu Sägewerken in Österreich transportiert (Rundholz-Trailer: Fünf Jahre Erfahrung).

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