Studie der Uni Freiburg und NW-FVA zum Buchensterben

In der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsjournals Plant Biology haben Forscher der Universität Freiburg und der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA) Ergebnisse zum Buchensterben vorgestellt. In dem Vergleich der Absterberaten von Buchen in Naturwaldreservaten mit angrenzenden Wirtschaftswäldern konnte kein negativer Effekt durch die Forstwirtschaft nachgewiesen werden. Die Unterschiede im Schadholzaufkommen liegen vielmehr in der räumlichen Verteilung und Stellung der Baumindividuen im Bestand. So waren in den Naturwaldreservaten schwerpunktmäßig unterständische Buchen betroffen. Im Wirtschaftswald starben laut der von der Universität Freiburg am 14. Februar veröffentlichten Zusammenfassung dagegen Bäume aus den oberen Baumkronen-Schichten ab. Insgesamt sind die Forscher allerdings über den vergleichsweisen geringen Schadholzanfall sowohl in den Naturwaldreservaten als auch in den Wirtschaftswäldern überrascht.

Die Untersuchungen wurden in den Trockenjahren 2018 und 2019 in Hessen durchgeführt. Seit damals ist ein stetig ansteigender Schadholzanfall in Buchenbeständen zu verzeichnen. Einige Landesforstbetriebe haben darauf reagiert und den Holzeinschlag in geschlossenen Buchenaltbeständen ausgesetzt (Buchen-Moratorium). Damit soll ein kühleres Bestandesinnenklima erhalten und Trockenstress reduziert werden.
Original-Studie: Management alters drought-induced mortality patterns inEuropean beech (Fagus sylvatica L.) forests

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