Sägewerk Wilhelm Reitz wird geschlossen

Das hessische Nadelholzsägewerk Wilhelm Reitz in Mücke/Niederohmen wird demnächst geschlossen. Nach Angaben des Büros des vorläufigen Insolvenzverwalters Ralf Diehl war die Produktion zwar nach den Weihnachtsferien wieder aufgenommen worden, um noch verbliebene Aufträge abzuarbeiten. Nachdem dies nun überwiegend abgeschlossen ist, wurde der Rundholzeinschnitt aber mittlerweile wieder eingestellt. Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens soll demnach bis zum 1. Februar erfolgen. Derzeit wird von Seiten des Insolvenzverwalters noch versucht, einen Investor zu finden, der das Werk am bestehenden Standort wieder in Betrieb nimmt. Alternativ ist die Verwertung des Anlagevermögens vorgesehen, darunter eine Spanerlinie mit Komponenten von Söderhamn und Linck. Das Betriebsgelände ist dagegen überwiegend nicht Teil des Insolvenzverfahrens. Reitz hatte am 2. Dezember am Amtsgericht Gießen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Als Insolvenzursache waren neben den hohen Rundholzpreisen auch ein zu geringes Rundholzangebote unter anderem durch den Landesbetrieb Hessen-Forst genannt worden, wodurch es zu einem Produktions- und somit auch zu einem Umsatzrückgang gekommen ist. Das Sägewerk ist ursprünglich auf einen Einschnitt von 70.000 fm Nadelrundholz der Stärkeklassen L 1a- L 2b ausgerichtet. Im vergangenen Jahr ist lag der tatsächliche Einschnitt bei unter 30.000 fm.

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