Preise für Nadelindustrieholz steigen 2014 weiter an

Im Verlauf der vergangenen Wochen kam es nach Angaben von Waldbesitzern vor allem im Norden und Osten zu zahlreichen mengenmäßig relevanten Abschlüssen über Nadelindustrieholzlieferungen im Jahr 2014. Allein in den drei Bundesländern Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg summieren sich demnach die in neuen Vorverträgen hinterlegten Liefermengen auf mehrere 100.000 rm. Damit wurde hier bereits ein wesentlicher Teil des im Rahmen planmäßiger Hiebsmaßnahmen erwarteten Nadelindustrieholzaufkommens unter Vertrag genommen. Nach Aussagen von Waldbesitzern waren es in erster Linie Verarbeiter aus der Holzwerkstoffindustrie, die an zeitnahen Abschlüssen interessiert waren, während sich die Zellstoffindustrie bislang eher zurückhaltend beim Abschluss neuer Nadelindustrieholzverträge gezeigt hat. Sowohl bei MDF- als auch bei OSB-Sortimenten war es laut Waldbesitzern möglich, die bisher gültigen Preise um durchschnittlich 1-1,50 €/rm anzuheben. Nachdem bereits Mitte des Jahres in Anschlussverträgen für das dritte und vierte Quartal Preiserhöhungen zwischen 0,50 und 1,50 €/rm durchgesetzt werden konnten, setzt sich damit der Aufwärtstrend bei den Nadelindustrieholzpreisen 2014 im Norden und Osten unvermindert fort. Entgegen ersten Erwartungen haben damit die im bisherigen Jahresverlauf mengenmäßig deutlich gesteigerten Nadelindustrieholzimporte aus dem Baltikum, aus Russland sowie aus Skandinavien noch zu keinen nachteiligen Auswirkungen auf die Entwicklung der Nadelindustrieholzpreise auf den nord- und ostdeutschen Industrieholzmärkten geführt.

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