Klausner kommt Verbands-Forderung nicht nach

Die Klausner-Gruppe ist der Forderung des Bundesverbands Säge- und Holzindustrie Deutschland (BSHD) bislang nicht nachgekommen, ihren Antrag auf einstweilige Verfügung zurückzuziehen. Der Verband, dessen Gründungsmitglied und wichtiger Beitragszahler die Klausner-Gruppe ist, hatte das Unternehmen in einer Telefonkonferenz am Abend des 23. April sowie in einem Schreiben am 26. April aufgefordert, den Antrag zurückzunehmen. Mit Hilfe der einstweiligen Verfügung, die dem Landgericht Münster am 17. April zugegangen ist, will Klausner dem Land NRW bis Dezember 2013 die Lieferung von Fichtenrundholz an Dritte untersagen und seine Position in der juristischen Auseinandersetzung um die Erfüllung der im April 2007 nach Sturm Kyrill mit dem Land Nordrhein-Westfalen geschlossenen und bis 2014 gültigen Liefervereinbarungen festigen. Da der Antrag nicht zurückgezogen wurde, wird es damit heute um 10:00 Uhr zu einer Anhörung am Landgericht Münster kommen. Ob die zuständige Kammer nach der Anhörung bereits eine Entscheidung treffen wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Die zwischenzeitlich vom Landesbetrieb begonnenen Rundholzlieferungen an Klausner erfolgen bislang auf dem Preisniveau vom August 2009. Zu diesem Zeitpunkt waren die Lieferungen vom Land NRW an Klausner eingestellt und der Vertrag gekündigt worden. Die Kündigung war allerdings nicht rechtskräftig, wie 2012 in zwei Instanzen vom Landgericht Münster und vom Oberlandesgericht Hamm festgestellt worden war.

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