Forstkammer will 2 km Schutzzone um Nationalpark

Zum Schutz angrenzender Privatwälder vor Borkenkäferbefall fordert die Forstkammer Baden-Württemberg eine 2 km breite Zone um den geplanten Nationalpark Nordschwarzwald. In dieser Zone sollen ein intensives Monitoring sowie bei Bedarf auch einen entsprechende Borkenkäferbekämpfung erfolgen. Die Forderung ist Teil eines Katalogs, den die Interessensvertretung des Kommunal- und Privatwaldes in Baden-Württemberg für den Fall vorgelegt hat, dass der Nationalpark Nordschwarzwald verwirklicht wird. Neben einer Borkenkäfer-Schutzzone fordert die Forstkammer auch ein Wildtiermanagement innerhalb des Nationalparks, das Angrenzer vor Schäden durch zu hohe Reh- und Rotwildbestände schützt. Auch sollen bereits finanzielle Ausgleichzahlungen im Fall von Nationalpark bedingten Schäden in dem für die Ausweisung eines Nationalparks notwendigen Gesetz festgeschrieben werden. Ebenso sollten in dem Nationalparkgesetz Regelungen für die Holzvermarktung im Fall einer Borkenkäferkalamität getroffen sowie Möglichkeiten für einen Flächentausch zwischen Privat- und Staatswaldflächen geschaffen werden. Für Privat- und Kommunalwälder im Umgriff eines zukünftigen Nationalparks mit einem hohen Fichtenanteil fordert die Forstkammer darüber hinaus eine Aufstockung der Fördermittel für den Waldumbau.

- Anzeige -

Kategorie des Artikels
- Anzeige -