Bayern: Sägewerke stimmen Beitragsordnung zu

Die Mitglieder des Verbands der Holzwirtschaft und Kunststoffverarbeitung Bayern-Thüringen (VHK) haben auf ihrer heutigen Jahresversammlung in München einer neuen Beitragsordnung zugestimmt. Damit konnte einer der letzten noch offenen Punkte in Bezug auf die Fusion der beiden deutschen Sägewerksorganisationen Verband der Deutschen Säge- und Holzindustrie (VDS) und Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland (BSHD) zum Bundesverbands der Säge- und Holzindustrie Deutschland (DeSH) geklärt werden. Die neue Beitragsordnung richtet sich wie bisher nach der Einschnittsleistung. Neu hinzu kommt allerdings ein Betragssatz von 0,10 €/m³ für zugekauftes Schnittholz. Im Gegensatz zum bisherigen BSHD-Tarif sind die Beitragssätze bei Nadelholzsägewerken aber nach der Betriebsgröße gestaffelt. Bis 50.000 fm Einschnitt zahlen alle Betriebe 0,09 €/fm. Größere Betriebe zahlen vom 50.001 bis 100.000 eingeschnittenen Festmeter zusätzlich 0,07 €/fm. Ab dem 100.001 Festmeter müssen weitere 0,05 €/fm bezahlt werden. Bei Laubholzsägewerken liegt der Satz für eingeschnittenes Rundholz bei 0,12 €/fm und bei 0,24 €/m³ für zugekauftes Laubschnittholz. Für Kleinbetriebe unter 300.000 € Umsatz pro Jahr wurde aufgrund der Forderungen aus Bayern mit einem hohen Anteil kleiner sowie im Nebenerwerb betriebener Sägewerke die Lösung eines pauschalen Betragssatz von jährlich 400 € gefunden. Besonders wichtig ist den Vätern der neuen Beitragsordnung, dass die Beitragssätze nicht verhandelbar sind. Die höheren Beitragssätze in der Einschnittklasse bis 100.000 fm führen zu einer im Verhältnis stärkeren Gewichtung der Stimmrechte mittelständischer Sägewerke, da jedes Unternehmen pro 1.000 € Mitgliedsbeitrag ein Stimmrecht erhält. Den Bedenken kleinerer und mittlerer Sägewerke, von Großbetrieben überstimmt zu werden, kommt die neue Beitragsordnung auch mit der Lösung entgegen, dass jeder Betrieb unabhängig von der Größe zwei Stimmrechte erhält. Ausnahme sind die Kleinbetriebe mit pauschalem Beitragssatz mit nur einem Stimmrecht. Sägewerke bis zu einer Einschnittleistung von 100.000 fm dürfen ihre Stimmen darüber hinaus bündeln, für Großsägewerke ist dies nur eingeschränkt möglich. In den Arbeitskreisen hat jedes Unternehmen dagegen unabhängig von der Größe eine Stimme.

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