Wilkhahn verhandelt über Stellenabbau in Deutschland

Der Büromöbelhersteller Wilkhahn verhandelt derzeit mit Arbeitnehmervertretern über einen Stellenabbau in Deutschland. Nach Unternehmensangaben soll ein großer Teil der derzeit 435 Stellen abgebaut werden. Die genaue Zahl der wegfallenden Arbeitsplätze hängt von dem Ergebnis der Verhandlungen ab. In spätestens sechs Wochen rechnet Wilkhahn mit ersten Entscheidungen. Alle Unternehmensbereiche werden auf den Prüfstand gestellt. Hintergrund für geplanten die Stellenstreichungen sind Umsatzeinbrüche, insbesondere im Ausland. Das vergangene Jahr musste Wilkhahn mit einem Umsatzrückgang um -5 % abschließen. 2011 war der Umsatz noch um 16 % auf 93,3 Mio € gestiegen. Rund 75 % des Umsatzes werden im Ausland erzielt. Im vergangenen Jahr ist insbesondere der Umsatz im wichtigen Auslandsmarkt Spanien eingebrochen. Die Mitarbeiterzahl des Wilkhahn-Werks in Castellon wurde bereits auf rund 25 halbiert. Der Produktionsstandort in Sydney/Australien lieferte bislang noch gute Ergebnisse. Insgesamt lag die Mitarbeiterzahl zum 31. Dezember 2012 bei 571.

Bereits im Vorfeld hatte Wilkhahn Maßnahmen zur Kostenreduzierung wie einen Verzicht der Mitarbeiter auf Weihnachtsgeld und die Einführung einer 32 Stunden-Woche zum 1. Januar 2013 ergriffen.

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