Der Umsatz der deutschen Lederindustrie hat 2025 weiter um 11,7 % auf 211,2 (2024: 239,1) Mio € nachgegeben. Bereits 2024 war laut Verband der Deutschen Lederindustrie (VDL), Frankfurt/Main, auf Basis von Zahlen des Statistischen Bundesamtes, Wiesbaden, gegenüber den für 2023 ausgewiesenen 370,4 Mio € ein Rückgang von über einem Drittel verzeichnet worden. 2023 (+0,3 %) hatte sich der Umsatz nach starken Zuwächsen in den Jahren 2022 (+22,0 %) und 2021 (+12,2 %) in etwa stabil entwickelt. Der Inlandsumsatz ist 2025 um 12,5 % auf 83,9 (95,9) Mio € gesunken. Der Auslandsumsatz hat um 11,1 % 127,3 (143,2) Mio € nachgegeben.
Die Anzahl der in die VDL-Statistik einfließenden Betriebe mit mindestens 50 Mitarbeitern konnte seit 2022 mit zehn Unternehmen stabil gehalten werden. Die Zahl der Beschäftigten ist im vergangenen Jahr um 8,7 % auf 1.693 (1.857) gesunken. 2019 waren noch zwölf Betriebe mit insgesamt 2.085 Mitarbeitern in die Statistik eingeflossen. Zu den wichtigsten Abnehmern der deutschen Lederindustrie gehören neben den Polster- und Büromöbelherstellern die Automobil-, Luxusgüter- und Schuhindustrie sowie die Luftfahrt und der Yachtbau.
Die deutschen Ledereinfuhren (ohne Lederfaserstoff) haben nach dem 2024 verzeichneten Rückgang von 5,2 % im vergangenen Jahr wertmäßig wieder um 10,6 % auf 328,6 (297,9) Mio € zugelegt. Mengenmäßig war der Anstieg mit 17,9 % auf 17.197 (14.585) t stärker. Die Lederexporte sind mengenmäßig um 38,2 % auf 26.802 (19.391) t gestiegen. Wertmäßig ist aufgrund von Preiseffekten lediglich ein Plus von 2,0 % auf 322,3 (315,6) Mio € verblieben. 2024 hatten die wertmäßigen Lederexporte um 9,4 % abgenommen.
