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Steinhoff will Wandelanleihen über CVA umschichten

03.12.2018 − 

Die Steinhoff International Holdings will die Wandelanleihen der Tochtergesellschaft Steinhoff Finance Holding nun doch über ein so genanntes „Company voluntary arrangement“ (CVA) nach britischem Insolvenzrecht umschichten. Damit wird der Konzern die „Consent Solicitations“ zurückziehen, die ursprünglich eingesetzt werden sollten, um die Zustimmung der Gläubiger zur Umschichtung der bis 2021, 2022 bzw. 2023 laufenden Wandelschuldverschreibungen einzuholen. Den von Steinhoff vorgelegten CVA-Vorschlag haben die „Nominees“ zusammen mit dem CVA für die Umschuldung von Steinhoff Europe bereits geprüft und einen entsprechend Bericht unter anderem über die Durchführbarkeit und die voraussichtliche Akzeptanz an das britische Insolvenzgericht übermittelt. Die Gläubiger beider Steinhoff-Gesellschaften können die jeweiligen CVA-Dokumente nun einsehen und am 14. Dezember im Rahmen eines Kreditgebertreffens darüber abstimmen.

Steinhoff will die von der Steinhoff Finance Holding ausgegebenen Wandelanleihen in garantierte besicherte Darlehen mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2021 und sogenannten Payment-in-Kind-Bedingungen umwandeln. Zinsleistungen sollen dabei halbjährlich erbracht werden. Die Wandelschuldverschreibungen werden künftig in private Fazilitäten ohne das Recht auf Umtausch in Aktien überführt. Die bis 2021 bzw. 2022 laufenden Anleihen sollen zudem in einem Darlehen zusammengefasst werden. Die Schuldverschreibungen mit einer Laufzeit bis 2023 sollen dagegen als separates Darlehen fortgeführt werden. Beide Fazilitäten will der Konzern auf eine neue luxemburgische Steinhoff-Gesellschaft als Schuldner übertragen.

Das CVA von Steinhoff Europe beinhaltet die Neuorganisation der Unternehmensstruktur durch die Gründung von neuen Tochtergesellschaften in Luxemburg, auf der Kanalinsel Jersey und in Großbritannien. Fast alle Assets und Verbindlichkeiten von Steinhoff Europe sollen anschließend auf die neuen Gesellschaften übertragen werden. Die bestehenden Schulden sollen durch einen neuen Kredit, der über die luxemburgische Gesellschaft läuft, refinanziert werden.

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