|  

Steinhoff will für Vergleiche rund 860 Mio € einsetzen

27.07.2020 − 

Die Steinhoff International Holdings und die übergeordnete Steinhoff Investment Holdings (SIHPL) haben heute einen Vergleich zur Beilegung der Rechtsstreitigkeiten mit Aktionären vorgelegt. Diese Rechtsstreitigkeiten beziehen sich auf mögliche Schadensersatzforderungen aus den in den letzten Jahren aufgetretenen und im Dezember 2017 bekannt gewordenen Bilanzunregelmäßigkeiten.

Der Vergleich ist in insgesamt drei Teile gegliedert. Für Forderungen aus Aktienkäufen wollen die beiden Unternehmen rund 266 Mio € bereitstellen. Die Steinhoff International Holdings geht mit weiteren 104 Mio € auf Forderungen aus vertraglichen Vereinbarungen ein. Die südafrikanische Steinhoff Investment Holdings hat für diese vertraglichen Forderungen rund 9,4 Mrd Rand bzw. umgerechnet rund 490 Mio € in Aussicht gestellt. Damit summieren sich die Zahlungen auf rund 860 Mio €. Die aus dem Vergleich resultierenden finanziellen Verpflichtungen sollen zum Teil als Barzahlung und zum Teil über Aktien der südafrikanischen Einzelhandelskette Pepkor Holdings (PPH) geleistet werden. Für die Übertragung der PPH-Aktien wurde ein Preis von 15 Rand/Aktie zugrundegelegt.

Damit der Vergleich zustande kommt, müssen sowohl die Gläubiger als auch die Kläger zustimmen. Darüber hinaus gibt es wettbewerbsrechtliche Bedingungen. Laut Steinhoff kann über den Vergleich der Großteil der Schadensersatzforderungen abgedeckt werden; bei einem Teil der Forderungen müssen aber andere Regelungen gefunden werden.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Möbelindustrieumsatz hat sich im Mai kaum erholt

Howdens-Umsatz ist um knapp ein Drittel eingebrochen  − vor