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Steinhoff strebt Umschuldung für Tochtergesellschaften an

20.11.2018 − 

Die Steinhoff International Holdings will die Schulden ihrer Tochtergesellschaften Steinhoff Europe und Steinhoff Finance Holding umschichten. Wie der Konzern heute mitgeteilt hat, hat Steinhoff Europe den Nominierten Alan Bloom, Alan Hudson und Simon Edel des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Ernst & Young einen Vorschlag für ein sogenanntes „Company voluntary arrangement" (CVA) gemäß Part 1 des britischen Insolvency Acts 1986 unterbreitet. Die Nominierten werden diesen Vorschlag nun prüfen und Bericht an den High Court of England and Wales erstatten. Dafür haben sie bis zu 28 Tage Zeit.

Das CVA beinhaltet die Reorganisation der Unternehmensstruktur von Steinhoff Europe durch die Gründung von neuen Tochtergesellschaften in Luxemburg, Jersey und Großbritannien. Fast alle Assets und Verbindlichkeiten von Steinhoff Europe sollen anschließend auf die neuen Gesellschaften übertragen werden. Die bestehenden Schulden sollen durch einen neuen Kredit, der künftig über eine luxemburgische Gesellschaft laufen soll, refinanziert werden.

Die Steinhoff Finance Holding will ihre Gläubiger im Rahmen von sogeannnten „Consent Solicitations“ um Zustimmung zur Restrukturierung der bis 2021, 2022 bzw. 2023 laufenden Wandelschuldverschreibungen bitten. Im Wesentlichen will die Steinhoff Finance Holding die Wandelschuldverschreibungen in garantierte besicherte Darlehen mit einer Laufzeit von drei Jahren und sogenannten Payment-in-Kind-Bedingungen umwandeln. Bis zur Fälligkeit werden demnach keine Zinsleistungen erbracht. Zudem unterliegen die Darlehen der Pari-passu-Klausel. Sie werden künftig in private Fazilitäten ohne das Recht auf Umtausch in Aktien überführt. Die bis 2021 bzw. 2022 laufenden Wandelschuldverschreibungen sollen zudem in einem Darlehen zusammengefasst werden. Die Fazilitäten will die Steinhoff Finance Holding auf eine neue luxemburgische Steinhoff-Gesellschaft als Schuldner übertragen.

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