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Steinhoff muss kurzfristig rund 200 Mio € beschaffen

11.01.2018 − 

Die Steinhoff International Holdings benötigt kurzfristig rund 200 Mio €, um die Konzernliquidität für die nächsten drei Monate zu sichern. Über die Bereitstellung der Finanzmittel verhandelt der Konzern derzeit mit seinen Kreditgebern. Laut einschlägigen Medienberichten, die sich auf Verhandlungskreise berufen, sind die Gespräche weit fortgeschritten.

Insgesamt werden bei Steinhoff nach eigenen Angaben in diesem Jahr Kredite in Höhe von mindestens 1,925 Mrd € fällig, davon 247 Mio € im ersten Halbjahr. Die bereits in der ersten Jahreshälfte fälligen Kredite laufen ausschließlich über die südafrikanischen Konzerngesellschaften Steinhoff Africa Holdings und Steinhoff Services. Die Fälligkeit der ausstehenden Schulden der europäischen Tochtergesellschaften Steinhoff UK, Pepkor Europe, Conforama und Kika/Leiner-Gruppe in Höhe von insgesamt 95 Mio € hat Steinhoff in seiner für das Kapitalgebertreffen am 19. Dezember erstellten Unternehmenspräsentation nicht angegeben. Einzelne Töchter versuchen laut den Berichten allerdings, sich selbstständig Kredite zu beschaffen.

Nachdem Steinhoff Anfang Dezember Bilanzunstimmigkeiten eingeräumt hatte, ist die Unternehmensaktie zeitweise um rund 90 % eingebrochen. Neben den Verhandlungen über die Bereitstellung von Krediten versucht der Konzern seine Liquidität seither über den Verkauf von Assets und Aktien zu erhöhen.

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