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Parisot hat erneut Insolvenzantrag gestellt

11.06.2019 − 

Der französische Zerlegtmöbelhersteller Parisot hat erneut Insolvenz angemeldet. Wie aus verschiedenen französischen Medienberichten hervorgeht, hat das Unternehmen vor Kurzem einen Antrag auf ein Sanierungsverfahren („redressement judiciaire“) beim Tribunal de Commerce in Dijon gestellt, dem das Handelsgericht bereits stattgegeben hat. Neben einer geringeren Nachfrage im französischen Heimatmarkt leide Parisot unter der starken Konkurrenz durch Importmöbel. Darüber hinaus hätten interne Probleme im Zusammenhang mit der Einführung einer neuen Logistikplattform zu Beeinträchtigungen des Geschäftsbetriebs geführt. Seit dem 23. April wird das Unternehmen von Jérôme Bulté geleitet. Andrew Long, der Anfang April 2018 bei Parisot als Président und CEO eingetreten war, ist damit nach rund einem Jahr wieder aus dem Unternehmen ausgeschieden.

Bereits im November 2012 war bei Parisot ein Gläubigerschutzverfahren („plan de sauvegarde) eingeleitet worden, das nach 18 Monaten zeitgleich mit einem Management Buy Out (MBO) abgeschlossen werden konnte.

Parisot beschäftigt derzeit 482 Mitarbeiter und hat zuletzt einen Umsatz von 107 Mio € erwirtschaftet. Das Unternehmen fertigt Wohn- und Schlafmöbel.

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