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Ikea-Filialen sollen Teil des Distributionsnetzwerks werden

08.02.2019 − 

Der Ingka-Konzern will die stationären Ikea-Möbelhäuser künftig in das Distributions- und Fulfilmentnetzwerk zur Auslieferung von Bestellungen integrieren. Wie Ingka in seinem Bericht für das Geschäftsjahr 2017/2018 mitgeteilt hat, sollen die Filialen dafür mit einer entsprechenden digitalen Infrastruktur ausgestattet werden. Die Nutzung der stationären Standorte als Distributionseinheiten soll eine kostengünstige und schnelle Belieferung der Kunden garantieren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind auf diese Weise bereits 14 neue Distributionseinheiten entstanden. Das Vorhaben ist Teil der Neuausrichtung des Konzerns, die neben der vermehrten Ansiedlung von Ikea-Filialen in Innenstadtlagen auch den Ausbau der E-Commerce-Plattform und des Dienstleistungsangebots sowie Investitionen in Fulfilment- und Distributionszentren vorsieht.

Im Bereich E-Commerce plant Ingka neben der Überarbeitung der Ikea-Webseite auch eine neue App. Einzelheiten dazu will der Konzern allerdings erst in einem Jahr veröffentlichen. Darüber hinaus sollen neue Dienstleistungen, wie beispielsweise eine Einrichtungsberatung angeboten werden. Der über die 2017 erworbene US-amerikanische Vermittlungsplattform TaskRabbit angebotene Möbel-Montageservice soll zudem auf weitere Märkte ausgeweitet werden. Aktuell ist TaskRabbit in den USA, Kanada und Großbritannien aktiv.

Im Geschäftsjahr 2017/2018 hat der Ingka-Konzern einen Gesamtumsatz von 37,1 Mrd € (+2,1 %) erzielt. Davon wurden 34,8 Mrd € im Ikea-Einzelhandel erwirtschaftet. Das entspricht einem Zuwachs von 1,9 % gegenüber dem Vorjahr; währungsbereinigt lag das Plus bei 4,7 %. Der Onlineumsatz hat um 45 % zugelegt. Der wichtigste Markt war nach wie vor Deutschland mit einem Umsatzanteil von 15 %, gefolgt von den USA (13 %), Frankreich (8 %), Großbritannien (6 %) und China (6 %), wobei China weiterhin der am schnellsten wachsende Markt war. Im Zusammenhang mit der eingeleiteten Neuausrichtung haben sich die Ergebniskennzahlen des Ingka-Konzerns verschlechtert. Das operative Ergebnis hat auf 2,3 Mrd € (-25,7 %) und das Nettoergebnis auf 1,5 Mrd € (-40,6 %) nachgegeben.

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