|  

Herman Miller muss wegen Corona Verluste ausweisen

03.07.2020 − 

Bei dem US-amerikanischen Büromöbelhersteller Herman Miller hat sich die Corona-bedingt verordnete Schließung von Einzelhandels- und Produktionsstandorten deutlich negativ auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt. So hat der Gesamtumsatz im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2019/2020 um 29,1 % auf 475,7 Mio US$ nachgegeben. Der vergleichsweise geringe Rückgang im Geschäftsbereich „International Contract“ von 13,3 % auf 114,7 Mio US$ ist auf Übernahmen und Währungseffekte zurückzuführen. Bereinigt liegt das Minus bei 40,6 %. Im Geschäftsbereich „North America Contract“ wurde der Vorjahreswert mit 275,6 Mio US$ um 36,5 % verfehlt. Der Umsatz der im Geschäftsbereich „Retail“ gebündelten Einzelhandelsaktivitäten hat um 18,6 % auf 85,4 Mio US$ abgenommen.

Nachdem der Konzernumsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres noch um 6 % zugenommen hatte, ergibt sich aufgrund der im vierten Quartal verzeichneten Einbrüche für das Gesamtjahr ein Rückgang von 3,1 % auf 2,487 Mrd US$. Bereinigt um Akquisitionen und Währungseffekte ist der Umsatz um 6,6 % gesunken. Durch den im vierten Quartal angefallenen operativen Verlust in Höhe von 211,4 Mio US$ und Nettoverlust von 178,3 Mio US$ lagen auch die Ergebniszahlen im Gesamtjahr im negativen Bereich. Der operative Verlust wird mit 38,4 Mio US$ und der Nettoverlust mit 14,4 Mio US$ angegeben. Im Vorjahr hatte Herman Miller noch einen operativen Gewinn von 203,5 Mio US$ und einen Nettogewinn von 160,5 Mio US$ erwirtschaftet.

Für das bis Ende August laufende erste Quartal des neuen Geschäftsjahres verzichtet Herman Miller aufgrund der Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Corona-Krise auf eine Prognose.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Möbelindustrieumsatz ist fast um ein Drittel eingebrochen

Steelcase-Umsatz ist um rund 40 % eingebrochen  − vor