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Durchsuchungen bei Alno wegen Insolvenzverschleppung

21.03.2018 − 

Vier Staatsanwälte und über 100 Ermittler des Landeskriminalamts Baden-Württemberg, des Polizeipräsidiums Konstanz und örtlicher Polizeidienststellen haben gestern in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt Geschäftsräume der Alno AG und von sechs Tochtergesellschaften sowie Privatwohnungen durchsucht. Hintergrund der Durchsuchungen ist der Verdacht der Insolvenzverschleppung und des Betrugs. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart und des Landeskriminalamts Baden-Württemberg richten sich derzeit gegen insgesamt zwölf Personen. Dabei handele es sich um ehemalige Vorstände der Alno AG sowie aktive und ehemalige Geschäftsführer der Tochtergesellschaften.

Die Alno AG sowie deren Tochtergesellschaften Alno Logistik & Service, Gustav Wellmann und Pino Küchen hatten im Juli vergangenen Jahres Insolvenz angemeldet. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hatte seit November in eigener Zuständigkeit geprüft, ob im Fall Alno der Anfangsverdacht der Insolvenzverschleppung vorliegt und schließlich Anfang Februar ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Zudem war Anfang Januar bekanntgeworden, dass Alno laut einem von dem Insolvenzverwalter Prof. Dr. Martin Hörmann vorgelegten Bericht auf Basis eines Gutachtens der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Andersch wohl schon deutlich früher hätte Insolvenz anmelden müssen.

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