Alno: Konzept muss bis zum 20. Juli stehen

Die Ausarbeitung einer dritten Sanierungsvereinbarung für den Alno-Konzern soll bis Mitte Juli erfolgen. Dies geht aus dem Nachtragsbericht des heute vorgelegten Geschäftsberichts 2011 hervor. Die mit der Fortführungsprognose beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC weist darauf hin, dass ein Großteil der Maßnahmen bis zum 20. Juli umgesetzt werden muss. Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Zahlungsfähigkeit durch Stundungs- und Stand-Still-Vereinbarungen gesichert. Anschließend besteht mit Beginn der Betriebsferien ein deutlich höherer Liquiditätsbedarf. Die Zusagen von Investoren bedürfen laut PwC noch rechtlicher und finanzieller Prüfungen. Alle anderen Maßnahmen befinden sich im Verhandlungs- oder Konzeptionierungsstadium.

Wie bereits in einer Pressemitteilung heute Mittag veröffentlicht, soll durch die Sanierungsvereinbarung III das Eigenkapital von Alno signifikant entlastet werden. Darüber hinaus sollen alte und neue Investoren die Bankenfinanzierung ablösen. Dies soll zum Teil über eine Anleihe erfolgen. Die Bankverbindlichkeiten können damit nach Einschätzung des Konzerns auf weniger als 10 % reduziert werden. Anschließend soll die Hauptversammlung am 21. August eine Erhöhung des Stammkapitals beschließen. Die Kapitalerhöhung soll sowohl über eine Bar- als auch eine Sacheinlage erfolgen, was bedeutet, dass die von Alt- und Neuinvestoren übernommenen Verbindlichkeiten, soweit sie nicht durch die Anleihe gegenfinanziert sind, im Zuge eines Debt-Equity-Swaps eingebracht werden können. Durch die Ablösung der Bankverbindlichkeiten würden Sicherheiten frei, die für die Aufnahme neuer Kredite genutzt werden können. Dazu verhandelt der Alno-Vorstand aktuell mit bislang nicht finanzierenden Banken. Eine Finanzierungszusage ist gleichzeitig mit Abschluss der Sanierungsvereinbarung vorgesehen. Alno will die neuen Kredite für die Finanzierung seiner Auslandsexpansion nutzen. Zusätzlich soll das Factoringvolumen um 15 Mio € erhöht werden. Auch eine Landesbürgschaft in Baden-Württemberg ist im Gespräch.

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