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Zulieferer Karl W. Niemann hat Insolvenzantrag gestellt

09.03.2020 − 

Das Amtsgericht Bielefeld hat am vergangenen Freitag das vorläufige Insolvenzverfahren über den in Preußisch Oldendorf ansässigen Möbelzulieferer Karl W. Niemann GmbH & Co. KG sowie über dessen Tochtergesellschaft Niemann Formholztechnik GmbH & Co. KG angeordnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter beider Unternehmen wurde Stefan Meyer von der Kanzlei Pluta bestellt. Er wird in beiden Verfahren von den Rechtsanwälten Christoph Chrobok und Philip Konen unterstützt.

Meyer führt die Liquiditätsschwierigkeiten auf die in den vergangenen zwei Jahren verzeichneten rückläufigen Umsätze und deutlichen Verluste zurück. Ziel ist es nun, eine Restrukturierungs- und Sanierungslösung für beide Möbelzulieferer zu finden. Der Geschäftsbetrieb beider Gesellschaften wird uneingeschränkt fortgeführt. Nach einer ersten Stabilisierungsphase soll mit der Suche nach einem geeigneten Investor begonnen werden. Aktuell prüft das Pluta-Team vor Ort die finanzielle Situation. In den nächsten Tagen werden Gespräche mit den Geschäftspartnern geführt. Insgesamt sind 123 Mitarbeiter von der Insolvenz betroffen, davon 31 bei Niemann Formholztechnik.

Karl W. Niemann ist ein Hersteller von hochwertigen kunststoffbeschichteten Möbelteilen und Verbundwerkstoffen. Nach Angaben des Insolvenzverwalters fertigt das Unternehmen Frontteile und Plattenware für große Hersteller von Küchen, Schlafzimmern sowie von Bad- und Büromöbeln im In- und Ausland. Die Exportquote liegt bei nahezu 50 %. Die Niemann Formholztechnik GmbH wurde 2011 gegründet und ist auf den seriellen Möbelbau und die Fertigung von Formholzteilen spezialisiert.

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