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Egger-Gruppe hat leicht zweistelliges Umsatzplus erreicht

21.12.2017 − 

Nach der eher verhaltenen Entwicklung im Vorjahr hat die Egger-Gruppe in der ersten Hälfte des bis Ende April laufenden Geschäftsjahres 2017/2018 ein leicht zweistelliges Umsatzplus erreicht. Laut dem heute vorgelegten Halbjahresbericht ist der konsolidierte Gruppenumsatz bis Ende Oktober um 11,1 % auf 1,32 Mrd € gestiegen. Unkonsolidiert hat der Bereich „Decorative Products“ um 11,0 % auf 1,054 Mrd € zugelegt. Hauptgrund ist laut Egger die Markteinführung der neuen Handelskollektion im Januar. Zu dem deutlichen Umsatzplus haben mit Ausnahme von Großbritannien, das währungsbedingt um 2,2 % unter dem Vorjahreswert blieb, alle Märkte beigetragen. Bei den Produkten gab es eine Verschiebung von Rohspanplatten und weiß beschichteten Platten zu dekorativen Produkten. Im Bereich „Building Products“ ist der unkonsolidierte Umsatz um 9,2 % auf 161,2 Mio € gestiegen, der Bereich „Flooring Products“ lag mit 174,4 Mio € um 6,2 % über dem Vorjahreswert. Im OSB-Geschäft konnte Egger vor allem in Osteuropa und der Türkei stark zulegen. Bei Schnittholz wurden starke Zuwächse in Großbritannien und Übersee erreicht. Im Fußbodengeschäft musste Egger teilweise zweistellige Rückgänge in Deutschland, der Türkei, Spanien und in den Benelux-Märkten hinnehmen, die allerdings durch noch stärkere Steigerungen in Frankreich, Osteuropa und Russland überkompensiert werden konnte. Die im Januar anstehende Einführung der neuen Fußboden-Kollektion soll im zweiten Halbjahr noch einmal einen Umsatzschub bringen.

Damit hat sich die Umsatzverteilung der einzelnen Bereiche im Vorjahresvergleich nur wenig verändert. Der Anteil des Bereichs Decorative Products ist um 0,7 Prozentpunkte auf 75,8 % gestiegen, während der von Flooring Products in vergleichbarem Umfang auf 12,6 % zurückgegangen ist. Der Umsatzanteil von Building Products blieb mit 11,6 % unverändert. Nach Vertriebsregionen wurden in Zentral-/Osteuropa, Russland und Übersee überproportionale Zuwächse erreicht, so dass deren Anteil am Gesamtumsatz im Vorjahresvergleich leicht gestiegen ist. Die Regionen Süd-/Westeuropa und Mittel-/Südeuropa haben sich ähnlich wie das Gesamtunternehmen entwickelt. Der Umsatzanteil der größten Vertriebsregion Nord-/Westeuropa ist um 1,6 Prozentpunkte zurückgegangen; Großbritannien und Irland haben 1,3 Prozentpunkte eingebüßt.

Die Ergebniszahlen sind im Gesamtunternehmen noch stärker gestiegen als die Umsätze, was sich nach der rückläufigen Entwicklung im Vorjahr auch wieder in einer deutlichen Margenverbesserung niedergeschlagen hat. Diese Verbesserung wurde allerdings ausschließlich im Bereich Decorative Products erreicht. Das EBITDA ist dort um 29,0 % auf 197,9 Mio € gestiegen. In den Bereichen Flooring Products und Building Products haben weiterhin bestehende Überkapazitäten und deutliche Kostensteigerungen in den Bereich Holz und Chemie dagegen zu Ergebniseinbußen geführt. Das EBITDA des Bereichs Flooring Products ist m 43,8 % auf 9,9 Mio € zurückgegangen, für Building Products wurde ein Rückgang von 21,1 % auf 14,7 Mio € ausgewiesen. Die gegenläufige Entwicklung in den drei Bereichen hat im Gesamtunternehmen noch eine EBITDA-Steigerung um 17,4 % auf 222,5 Mio € zugelassen. Die EBITDA-Marge hat sich damit von 15,9 % auf 16,8 % erhöht.

Die nachfolgenden Ergebniszahlen sind noch stärker gestiegen. Das Gruppen-EBIT hat um die Hälfte auf 126,8 Mio € zugelegt. Das Vorsteuerergebnis ist in ähnlichem Umfang auf 104,9 Mi € gestiegen. Das Ergebnis nach Steuern hat sich um fast zwei Drittel auf 84,3 Mio € erhöht.

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