UIC ignoriert Forderungen von Wirtschaftsverbänden

Der Internationale Eisenbahnverband (UIC) hat die Forderung zahlreicher Wirtschaftsverbände nach einem Erhalt des Europaletten-Tauschpools in seiner jetzigen Form ignoriert. Auf der Sondersitzung der UIC-Arbeitsgruppe "Fragen zur Palettierung" am 17. Juni wurde ein von Vertretern der Deutschen, der Schweizer sowie der Italienischen Bahn eingebrachter Antrag auf eine vorläufige Aussetzung der 2012 beschlossenen One-Brand-Strategie abgelehnt. Damit bleibt die UIC auf ihrer bisherigen Linie, wonach innerhalb des Europaletten-Tauschpools ab dem 1. August nur noch Europaletten mit dem Einbrand UIC/EUR oder EPAL/EUR tauschfähig sein sollen. Mit dieser Entscheidung hat sich die Gefahr einer Zweiteilung des Europaletten-Tauschpools weiter erhöht. Einem weiterer Antrag der drei genannten Bahngesellschaften, wonach die UIC mit der EPAL das Gespräch suchen soll, um doch noch zu einem einheitlichen Tauschpool zu gelangen, wurde zwar stattgegeben, vielfach wird aber an einer Kompromissfähigkeit seitens der UIC gezweifelt. Die betroffenen Wirtschaftverbände beraten zur Stunde, welche Konsequenzen sie aus der ablehnenden Haltung der UIC ableiten werden.

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