Mercer prüft Einstieg in Handelsgeschäft mit Pellets

Die kanadische Zellstoffhersteller Mercer International prüft derzeit über ihr deutsches Tochterunternehmen ZPR Logistik mit Sitz in Blankenstein den Einstieg in den Markt für ENplus-Pellets. Anfang Mai hat die ZPR verschiedene Pellethersteller in Mitteleuropa angeschrieben und bis heute um Angebote für eine Abnahmemenge von jeweils mindestens 5.000 t ENplus- bzw. DINplus-Pellets in den Monaten Juni, Juli, August und September gebeten. ZPR beabsichtigt die Pellets zunächst in externe Zwischenlager zu bringen oder Lagerkapazität von Herstellern direkt zu nutzen, um dann die Pellets im Laufe des Winterhalbjahres 2014/2015 weiter zu vermarkten. Der regionale Schwerpunkt soll zunächst im deutschsprachigen Raum und hier vor allem in Deutschland selbst liegen. Die Nutzung der Pellets in den Biomassekraftwerken an den Mercer-Standorten in Blankenstein oder Stendal ist nicht vorgesehen. Der mögliche Einstieg der ZPR in das Pellethandelsgeschäft stellt nach Unternehmensangaben eine Ergänzung der bestehenden Geschäftsaktivitäten im Zellstoff- und Papierbereich dar. Synergien werden demnach vor allem im Bereich der nationalen und internationalen Logistik erwartet. Entsprechend ist auch eine Ausweitung des Pellethandelsgeschäftes auf Beschaffungsmärkte in Nordamerika angedacht, so etwa über den in Nordamerika ansässigen Mutterkonzern.

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