Enviva äußert erhebliche Zweifel an Geschäftsfortführung

Die heute von dem US-Pelletproduzent Enviva veröffentlichten Quartalszahlen fallen weit schlechter aus als erwartet. Demnach ist im dritten Quartal ein Nettoverlust von 85,2 Mio US$ aufgelaufen. Im zweiten Quartal waren es 55,8 Mio US$ und im ersten Quartal 116,9 Mio US$. Die zum 30. September bestandenen Verbindlichkeiten summieren sich auf 2,894 Mrd US$. Nach Einschätzung von Enviva drohen noch im laufenden Jahr Verstöße gegen bestimmte Verpflichtungen aus vorrangig besicherten Kreditfazilitäten. Nach Angaben des Unternehmens geben die aktuellen Rahmenbedingungen in ihrer Gesamtheit Anlass zu erheblichen Zweifeln an der Fähigkeit des Unternehmens, seine Geschäftstätigkeit fortzusetzen.

Der Konzern hat zwischenzeitlich externe Berater hinzugezogen, die bei einer umfassenden Prüfung von Alternativen zur Stärkung seiner Kapitalstruktur, zur Erhöhung der Liquidität, zur Erfüllung vertraglicher Verbindlichkeiten und zur Steigerung der langfristigen Rentabilität unterstützen sollen. Auch personell gibt es Veränderungen. Glenn Nunziata, seit Ende August CFO bei dem US-Pelletproduzent Enviva übernimmt von Thomas Meth interimsweise auch die Position des CEO. Meth, der im November 2022 zum CEO ernannt worden war, bleibt President von Enviva und wird sich nach eigenen Angaben auf die Zusammenarbeit mit Kunden konzentrieren.

 

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