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Lesobalt wird Kantel-Produktion in Kaliningrad fortführen

10.12.2019 − 

Der in der russischen Exklave Kaliningrad ansässige Holzverarbeiter Lesobalt wird die Produktion von Fensterkanteln und Massivholzplatten aus sibirischer Lärche und Eiche am bisherigen Standort weiterführen. Dies hat Generaldirektor Alexander Orekhov heute auf Anfrage mitgeteilt. Allerdings wird die Fertigung mit nur einer statt bislang zwei Produktionslinien durchgeführt werden. Die Maschinen der zweiten Linie werden derzeit zum Verkauf angeboten. Dabei handelt es sich nahezu ausschließlich um Anlagen der Weinig-Gruppe Baujahr 2004. Die Ausnahme ist der erst in diesem Jahr gekaufter Scanner vom Typ WoodEye des zur österreichischen Springer Maschinenfabrik gehörenden schwedischen Herstellers WoodEye. Bereits vor der Entscheidung, das Werk in Kaliningrad doch weiterzuführen, war von Lesobalt während des vergangenen halben Jahres die Mitarbeiterzahl von 380 auf 250 reduziert worden.

Während der vergangenen Monate waren von Lesobalt mehrere Optionen für den Standort Kaliningrad geprüft worden. So waren seit dem Sommer unter anderem ein Verkauf des Gesamtunternehmens, eine Schließung und auch eine Verlagerung der Kantelproduktion an den Standort des Sägewerks in Bratsk in der Region Irkutsk/Sibirien im Gespräch.

Möglicherweise wird Lesobalt das Produktionsprogramm in Kaliningrad aber auch auf Eichenparkett und Pellets ausweiten. Damit würde die 2018 begonnene Verarbeitung von Eiche auf eine noch breitere Basis gestellt. Für die Rohmaterialversorgung war unter anderem auch die Pacht von Wäldern in der Region Kaliningrad überlegt worden. Konkrete Entscheidungen zu Parkett- und Pelletproduktion sowie zur Pacht von Waldflächen wurden allerdings noch nicht getroffen.

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