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Holzverpackung Hüfingen hat Insolvenzantrag gestellt

18.01.2018 − 

Für die Holzverpackung Hüfingen wurde gestern vor dem Amtsgericht Villingen-Schwenningen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Nach Unternehmensangaben wurde dem Antrag entsprochen und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Zum vorläufigen Sachwalter bestellte das Gericht Dr. Dietmar Haffa von der Kanlei Schultze & Braun. Unterstützt wird die angestrebte Sanierung der Holzverpackung Hüfingen von der Pluta Rechtsanwalts GmbH unter der Führung von Steffen Beck. Jochen Glück von Pluta wurde zum Sanierungsgeschäftsführer (CRO) berufen.

Als Grund für die Antragsstellung wird ein Liquiditätsengpass genannt. Der Geschäftsbetrieb des Holzverpackungsspezialisten läuft bis auf Weiteres uneingeschränkt weiter. Von dem Antrag sind in Hüfingen rund 71 Mitarbeiter und an den Standorten Landau und Bremen weitere 20 Mitarbeite betroffen. Die Gehälter der Beschäftigten sind für drei Monate über das Insolvenzgeld gesichert. Die Tochtergesellschaften in Polen und Spanien mit weiteren rund 350 Beschäftigten sind von dem Insolvenzantrag unberührt.

Der Insolvenzantrag erfolgt fast exakt ein Jahr nach Übernahme des Geschäftsbereich „Industrieverpackungen" der Holzindustrie Fürst zu Fürstenberg durch die US-amerikanische Investmentgesellschaft Flacks Group. Erst am 15. Januar war das Unternehmen in die Holzverpackung Hüfingen umfirmiert worden, nachdem die Namensrechte ausgelaufen waren.

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