Mögliche Teilinsolvenzen bei Baumax

Die österreichische Creditreform schließt einen Konkurs zumindest von Teilen der Baumarktkette Baumax nicht mehr aus. In einem Interview mit dem ORF hat heute morgen Gerhard Weinhofer, Sprecher des Gläubigerschutzverbands Creditreform auf eine mögliche Teilinsolvenz von Baumax hingewiesen. Die Insolvenzen könnten besonders die defizitären Standorte von Baumax in Osteuropa und der Türkei betreffen. Für die österreichischen Filialen von Baumax sieht Weinhofer dagegen eine positive Fortführungsprognose. Gegenüber der Presse erklärte Baumax-Pressesprecherin Monika Vogelgruber, dass von einer drohenden Insolvenz keine Rede sein könne, es werde auch nicht mit Investoren verhandelt. Ob Standorte in Rumänien, Bulgarien und der Türkei geschlossen werden müssen, soll in den nächsten Wochen entschieden werden. Zur Rekapitalisierung der Baumarkt-Kette hat Baumax-Gründer Karlheinz Essl mittlerweile angekündigt, seine rund 7.000 Objekte umfassende Kunstsammlung an den Staat Österreich verkaufen zu wollen. Im Geschäftsjahr 2012 betrug das bereinigte Ergebnis der Baumax-Grupp nach Steuern -79 Mio €. Inklusive einmaliger Abschreibungen in Höhe von 47 Mio € verdreifachte sich der Gesamtverlust auf -126 Mio €. Das bereinigte EBITDA des Teilunternehmens Baumax AG war 2012 um 17,6 % auf 28 Mio € zurückgegangen.

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