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Thünen-Institut diskutiert über Holzhandelsverordnung

23.07.2018 − 

Das dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zugeordnete Thünen-Institut will auf dem am 8. und 9. Oktober in Hamburg-Lohbrügge geplanten Symposium „Holzhandel und Walderhaltung – Fünf Jahre EUTR“ über die Erfahrungen mit der seit dem 1. April 2013 geltenden EU-Holzhandelsverordnung (EU Timber Regulation EUTR) diskutieren. Ausgehend von diesen Erfahrungen wollen die Veranstalter BMEL, Thünen-Institut und Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) Möglichkeiten für eine Weiterentwicklung der EUTR aufzeigen.

Die zweitägige Veranstaltung ist in einen nationalen und in einen internationalen Teil gegliedert. Der erste Tag soll einen Überblick über die in Deutschland erreichten Veränderungen geben. Schwerpunkte sind unter anderem die Sichtweise der beteiligten Wirtschaft, Erfahrungen bei der Identifizierung von Holzarten und Herkünften, der Verlauf der EUTR-Kontrolle und Ansätze für eine Unterstützung der betroffenen Unternehmen. In einer anschließenden Podiumsdiskussion soll unter anderem darüber diskutiert werden, ob mit den bislang ergriffenen Maßnahmen die richtige Balance zwischen konsequenter Kontrolle und unbürokratischer Umsetzung der EUTR gefunden wurde und ob das Potenzial der für die Holzarten- und Herkunftsidentifizierung eingesetzten Methoden ausreichend genutzt wird.

Am zweiten Tag, der in englischer Sprache durchgeführt wird, stehen internationale Themen im Vordergrund. Unter Beteiligung der EU-Kommission und der zuständigen Behörden aus anderen EU-Staaten soll untersucht werden, ob die EUTR gleichmäßig umgesetzt wird. Die EU-Kommission wird zudem ihren FLEGT-Workplan vorstellen. Ein Überblick über die Ursachen der Entwaldung und der Entwicklung des Holzhandels sowie ein Bericht über ein nachhaltiges Waldbewirtschaftungskonzept in Afrika leiten zu der Fragestellung über, ob die Nachfrage nach Tropenholz nachhaltig gedeckt werden kann. Weitere Themen sind die Erfahrungen mit dem US-amerikanischen Lacey Act sowie die unter der Bezeichnung „Global Timber Tracking Network“ laufende internationale Kooperation für die Holzarten- und Herkunftsidentifizierung. Auch der zweite Veranstaltungstag wird mit einer Podiumsdiskussion schließen; Themen sind die Rolle des internationalen Holzhandels bei der EUTR-Umsetzung sowie eine Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags. Das endgültige Programm soll im Spätsommer vorliegen. Eine Anmeldung ist ausschließlich online möglich unter www.bmel.de/eutr2018.

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