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41,5 % Umsatzminus im Einzelhandel mit Wohnmöbeln

20.07.2020 − 

Die von Ende März bis Ende April angeordnete Einstellung weiter Teile des stationären Handels hat im Einzelhandel mit Wohnmöbeln zu erheblichen Umsatzeinbußen geführt. Laut einer am vergangenen Mittwoch vorgestellten Marktstudie des Handelsverbands Deutschland (HDE) ist der Umsatz im März um 17,5 % unter dem Vorjahreswert geblieben. Der April hat mit einem Minus von 41,5 % noch deutlich schlechter abgeschnitten.

Andere Bereiche des Nonfood-Handels sind noch schlechter gelaufen. Für den Einzelhan-del mit Bekleidung hat der HDE im April einen Umsatzrückgang von 75,1 % ermittelt. Die Umsätze mit Schuhen sind um 68,3 % zurückgegangen, die mit Uhren/Schmuck um 56,0 % und die mit Spielwaren um 51,0 %. Da über zwei Drittel des Lockdowns in den April gefallen sind, ist dieser Monat in allen Bereichen deutlich schlechter gelaufen als der März. Seit Ende April zeigt sich in allen Bereichen eine leichte Erholung; die Umsatzeinbußen gegenüber den Vorjahreswochen fallen von Woche zu Woche geringer aus.

Der Umsatz im Einzelhandel mit Lebensmitteln hat laut HDE im März dagegen um 14,0 % und im April um 9,7 % zugelegt. Im Versand- und Internet-Einzelhandel ist der Anstieg im April (+25,8 %) stärker ausgefallen als im März (+14,8 %).

Ausgehend von der Entwicklung in der ersten Jahreshälfte und der voraussichtlich auch in den nächsten Monaten nur langsamen Erholung rechnet der HDE im Gesamtjahr im deutschen Nonfood-Einzelhandel mit einem Umsatzrückgang von rund 40 Mrd €. Dies entspricht einem Minus von 22 % gegenüber dem Niveau von 2019, das laut HDE nur unter sehr günstigen Bedingungen im Verlauf der nächsten zwei Jahre wieder erreicht werden kann. Die Prognose geht davon aus, dass es keine zweite Corona-Welle gibt. Sollte es zu einer solchen zweiten Welle kommen, würden die Einzelhandelsumsätze noch stärker zurückgehen.

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