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DLW stellt Produktion in Bietigheim-Bissingen ein

12.01.2018 − 

Nach dem Scheitern der Verhandlungen über einen Verkauf des Standorts Bietigheim-Bissingen muss die DLW Flooring GmbH die Produktion im Stammwerk einstellen. Mit der jetzt vorbereiteten Ausproduktion sollen mit zunächst noch rund 150 Mitarbeitern die noch vorhandenen Aufträge abgearbeitet werden. Die restlichen 190 Mitarbeiter werden aus insolvenzrechtlichen Gründen zum 15. Januar freigestellt. Parallel dazu sollen mit dem Betriebsrat Verhandlungen über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan aufgenommen werden. Danach müssen die Kündigungen ausgesprochen werden.

Für den Standort Delmenhorst, an dem mit derzeit 270 Mitarbeitern Linoleumbeläge produziert werden, zeichnet sich dagegen eine Lösung ab. Die Verhandlungen mit einem strategischen Investor stehen laut einer gestern veröffentlichten Mitteilung kurz vor dem Abschluss. Eine grundsätzliche Einigung wurde bereits erzielt; die Verträge sollen noch im Verlauf des Januars abgeschlossen werden.

Nach Aussage des DLW Flooring-Geschäftsführers Hans-Norbert Topp haben in dem seit November 2017 laufenden Investorenprozess insgesamt rund 40 Interessenten die wirtschaftliche Situation geprüft. Neben dem Verkauf des Werkes Delmenhorst scheint derzeit noch eine Lösung für einzelne Produktionsbereiche möglich. Die Weiterführung des Standorts Bietigheim-Bissingen, der laut DLW Flooring seit mehreren Jahren hohe Verluste schreibt, ist dagegen an dem dort bestehenden Investitionsbedarf und den daraus resultierenden wirtschaftlichen Risiken gescheitert. Zuletzt hatte das Unternehmen noch mit einem Interessenten für das Werk Bietigheim-Bissingen verhandelt, der jetzt allerdings kurzfristig abgesprungen ist. Da keine weiteren Angebote für das Werk vorliegen, musste das Unternehmen die Stilllegungsentscheidung treffen.

DLW Flooring hatte am 11. Oktober ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragt, da ein kurzfristig aufgetretener Liquiditätsengpass nicht ausgeglichen werden konnte. Das Amtsgericht Heilbronn hat dieses Verfahren zum 1. Januar eröffnet. Der bisherige vorläufige Sachwalter Dr. Tibor Braun wurde zum Sachwalter eingesetzt.

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