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Akzo Nobel will Bereich Specialty Chemicals ausgliedern

20.03.2017 − 

Der niederländische Chemiekonzern Akzo Nobel prüft derzeit die strategischen Optionen für seinen Geschäftsbereich „Specialty Chemicals“. Neben einem Verkauf zieht das Unternehmen unter anderem auch einen separaten Börsengang der Spezialchemikaliensparte in Betracht. Akzo Nobel hat mit den am 9. März bekannt gegebenen Planungen auf ein öffentliches Übernahmeangebot der US-amerikanischen PPG Industries vom 2. März reagiert. PPG hatte je Akzo Nobel-Aktie eine Barzahlung von 54,0 € zuzüglich 0,3 PPG-Aktien geboten. Unter Berücksichtigung der Dividende für 2016 hatte dieses Angebot einem Barbetrag von 83,0 € je Akzo Nobel-Aktie entsprochen. Bei einer Gesamtzahl von rund 252 Mio ausgegebenen Aktien wollte PPG damit rund 20,9 Mrd € für den Akzo Nobel-Konzern bezahlen. Das Management von Akzo Nobel hat dieses Angebot aber abgelehnt.

Der jetzt zur Disposition gestellte Geschäftsbereich Specialty Chemicals von Akzo Nobel umfasst die Teilbereiche „Functional Chemicals“, „Industrial Chemicals“, „Pulp and Performance Chemicals“ sowie „Surface Chemistry“. Mit Herstellung und Vertrieb von Produkten, die unter anderem in Farben, Baustoffen sowie in der Zellstoff- und Papierindustrie zum Einsatz kommen, hat Specialty Chemicals im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 4,783 Mrd € sowie ein EBIT in Höhe von 629 Mio € erwirtschaftet.

Daneben betreibt Akzo Nobel mit „Performance Coatings“ und „Decorative Paints“ zwei weitere Geschäftsbereiche. Bei Performance Coatings ist das Unternehmen nach eigenen Angaben Weltmarktführer für industrielle Lacke, Farben und Beschichtungssysteme, die unter anderem in der Holz- und Möbelindustrie Verwendung finden. Im Geschäftsjahr 2016 sind sowohl der Umsatz von 5,665 Mrd € als auch das EBIT auf 759 Mio € leicht zurückgegangen. Im Geschäftsbereich Decorative Paints konzentriert sich Akzo Nobel auf Herstellung und Vertrieb von Farben, Lacken und Lasuren für Endverbraucher. Bei einem auf 3,835 Mrd € leicht gesunkenen Umsatz konnte das EBIT auf 357 Mio € gesteigert werden. Der Gesamtkonzern hat damit im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 14,197 Mrd € sowie ein EBIT in Höhe von 1,502 Mrd € erwirtschaftet, der Nettogewinn lag mit 970 Mio € ungefähr auf dem Niveau des Jahres 2015.

PPG produziert neben Flachglas und bruchsicheren Gläsern für die Automobil- und die Luftfahrtindustrie unter anderem Kunstharze, Farben, Autolacke sowie Beschichtungen. Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2016 einen Gesamtumsatz von 14,8 Mrd US$ erwirtschaftet. Weltweit betreibt PPG 156 Werke mit etwa 47.000 Mitarbeitern, wovon ungefähr 14.000 an 45 Standorten in 15 verschiedenen europäischen Staaten beschäftigt sind.

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