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Deutschland: Holzeinschlag ist um rund 6 % gesunken

21.04.2017 − 

Ein überdurchschnittlicher Rückgang der Holzernteaktivitäten im Privatwald sowie ein spürbar geringerer Einschlag in der Holzartengruppe „Fichte/Tanne“ sorgten 2016 in Deutschland für ein um 6,1 % auf 52,19 Mio m³ gesunkenes Holzeinschlagsvolumen. Darüber hinaus ergibt für das vergangene Jahr mit 7,78 Mio m³ ein um rund 5 Mio fm geringeres Aufkommen aus zufälliger Nutzung als im Jahr zuvor. Der kontinuierliche Anstieg des Holzeinschlags in den Jahren 2013 bis 2015 hat sich laut der „Holzeinschlagsstatistik 2016“ des Statistischen Bundesamtes damit im vergangenen Jahr nicht mehr weiter fortgesetzt.

Mit insgesamt 26,48 Mio m³ sank der Einschlag von Fichte/Tanne einschließlich Douglasie und sonstigem Nadelholz im Vergleich zum Vorjahr um 10,3 %. Im Vergleich dazu blieb der Holzeinschlag in der Holzartengruppe „Kiefer/Lärche“ mit 12,57 Mio m³ fast exakt auf Vorjahresniveau; der Wert von 2014, als über 13 Mio m³ Kiefern und Lärchen eingeschlagen worden sind, wurde aber auch im vergangenen Jahr nicht wieder erreicht.

Beim Laubholzeinschlag hat die Holzernte in der Holzartengruppe „Buche“, zu der auch weitere Holzarten wie Esche und Ahorn zählen, um 4 % auf 11,0 Mio m³ nachgegeben. Damit hat sich der bereits 2012 begonnene Abwärtstrend auch 2016 weiter fortgesetzt. 2011 waren noch 12,24 Mio m³ eingeschlagen worden. Von 2012 bis 2014 stagnierte der Bucheneinschlag dann mit jeweils rund 12 Mio m³ auf einem um rund 2 % niedrigeren Niveau; 2015 und 2016 hat der Einschlag dann nochmals deutlich nachgegeben.

In der Baumartengruppe „Eiche“ haben Waldbesitzer dagegen auf die anhaltend hohe Nachfrage sowie die weiter deutlich steigenden Verkaufspreise reagiert. Bei Eiche und Roteiche ergibt sich ein Anstieg um fast 3 % auf 2,14 Mio m³. Damit liegt der Einschlag nach dem Rückgang 2015 wieder im Bereich der vorangegangenen Jahre.

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